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23.01.2014

Bundesweites Pilotprojekt für vergewaltigte Frauen

Ein Klinikverbund in Nordrhein-Westfalen wird ein bundesweites Pilotprojekt für vergewaltigte Frauen testen. Ärzte sollen die Spuren von Sexualverbrechen künftig anonym und dennoch gerichtsfest sichern, auch wenn die Frau die Tat zunächst nicht anzeigen möchte. Vergewaltigte Frauen könnten ihre Peiniger dann auch später noch anzeigen, ohne dass sich die Beweislage entscheidend verschlechtert. Die Mehrheit der Opfer zeige die Tat nicht sofort an. Viele Frauen wendeten sich zuerst an Ärzte.

Mit dem bundesweit bisher einmaligen Projekt soll in Nordrhein-Westfalen landesweit die Unterstützung für vergewaltigte Frauen bei der vertraulichen und anonymisierten Spurensicherung (ASS) entscheidend verbessert werden. Das Modellprojekt zur Entwicklung des Gewaltopfer-Beweissicherung-Informationssystems „GOBSIS" wird im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit und Emanzipation vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf aufgebaut. Es soll anschließend zunächst von fünf Partnerkliniken sowie ausgewählten gynäkologische Praxen in unterschiedlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen auf Praxistauglichkeit getestet werden.

GOBSIS soll unter Nutzung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien aufgebaut und erprobt werden. Das System soll sicherstellen, dass alle erforderlichen Schritte zur vertraulichen Spurensicherung rechtssicher und datenschutzkonform erfolgen. Ärztinnen und Ärzte sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in gynäkologischen Notfallambulanzen, die Unsicherheiten beim richtigen Umgang mit Gewaltopfern verspüren, können sich nicht nur anhand von Checklisten und elektronischen Befunddokumentationen Hilfe holen. Im Bedarfsfall können sie sich auch jederzeit mit einer Fachkraft für Rechtsmedizin in Verbindung setzen.

Quelle: dpa, Pressemitteilung: http://dpaq.de/Ska7P


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