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14.11.2013

HPV-Impfung birgt keine Risiken

„Wir sehen keinerlei Anzeichen dafür, dass mit der HPV-Impfung irgendwelche Risiken für schwere Nebenwirkungen einhergehen.“ Mit diesem Statement fast Prof. Lisen Arnheim-Dahlström vom Karolinska Institut Stockholm, Schweden, die Ergebnisse einer großen Analyse zusammen, bei der die Daten von 1.000.000 Mädchen und jungen Frauen zwischen 10 und 18 Jahren aus den Bevölkerungs- und Krankenhausstatistiken von Dänemark und Schweden ausgewertet worden waren. 300.000 der Mädchen waren geimpft worden, 700.000 nicht. Bei der Untersuchung wurden alle Krankenhausaufenthalte bis 180 Tage nach der Impfung erfasst. Dabei gab es keinerlei Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.
 
Auch für Mädchen und junge Frauen in Deutschland ist das eine gute Nachricht: „Viele Mädchen haben gefürchtet, dass die Impfung ihnen mehr schaden könnte als nutzen“, so Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Und auch manche Ärzte waren der Impfung gegenüber bisher skeptisch. Deshalb sind bis heute in Deutschland nur knapp 30% der jungen Mädchen geimpft. Aber diese neuen Daten sind uns eine große Hilfe.“ Die HPV-Impfung schützt vor einer Infektion mit HP-Viren, die die wesentliche Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhals-Krebs sind. Dass die Impfung einen wirkungsvollen Schutz darstellt, das ist aus Australien bekannt: Dort konnte nachgewiesen werden, dass krebstypische Veränderungen am Gebärmutterhals bei jungen Frauen deutlich seltener geworden sind, seit die HPV-Impfung bereits über die Schulen angeboten wird.
 
In Deutschland wird die HPV-Impfung für Mädchen bis zum Ende des 17. Lebensjahres von den Krankenkassen bezahlt. Die Impfung – notwendig sind drei Impftermine im Abstand von sechs bis acht Wochen und 6 Monaten – sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, damit von Anfang an eine Infektion verhindert werden kann.

Zur Pressemitteilung des Karolinska-Instituts:
http://ki.se/ki/jsp/polopoly.jsp?d=130&a=168933&l=en&newsdep=130

Zum HPV School Vaccination Program in Australien
http://hpv.health.gov.au/

Quelle: Pressemitteilung Berufsverband der Frauenärzte BVF e.V.



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