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26.09.2013

Jodmangel während Schwangerschaft beeinflusst Intelligenz des Kindes

Lesen, Grammatik und Sprachverständnis können noch bis weit in die Schulzeit hinein beeinträchtigt sein, wenn die Mutter während der Schwangerschaft einen Jodmangel hatte. Selbst dann, wenn der Jodmangel nur sehr gering ausgeprägt ist, werden die Gehirnentwicklung der ungeborenen Babys und ihre spätere Intelligenz beeinträchtigt. Diese Mängel können durch eine Jodgabe im Kindesalter nicht ausgeglichen werden. Dies ergab eine Langzeit-Studie in Australien, auf die der Berufsverband der Frauenärzte hinweist.

 „Jodmangel verursacht eine Unterfunktion der Schilddrüse", so Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Selbst dann, wenn diese Unterfunktion noch keine spürbaren Symptome hervorruft, so verzögert sie doch viele Stoffwechselvorgänge und kann die Entwicklung des Embryos während der Schwangerschaft stören." Deshalb ist es für alle Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll, schon vor der Schwangerschaft auf eine ausreichende Jodzufuhr mit der Nahrung zu achten, z. B. mit Seefisch und mit jodiertem Speisesalz.

Außerdem können versteckte Störungen der Schilddrüsenfunktion an einer Unfruchtbarkeit mitbeteiligt sein, so der Kinderwunsch-Spezialist Dr. med. Martin Völckers vom Fertility Center Kiel. Wenn sich bei einem gesunden Paar mit unerfülltem Kinderwunsch überhaupt keine Ursachen dafür finden lassen, warum keine Schwangerschaft eintritt, dann lohnt es sich deshalb oft, die Schilddrüsenfunktion der Frau zu prüfen. „Sind der Jodmangel und die Unterfunktion der Schilddrüse ausgeglichen, so kann das einen wichtigen Baustein auf dem Weg in eine geglückte Schwangerschaft darstellen", so Völckers.

Quelle: BVF 2013


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