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19.04.2012

Zwischenblutungen können auf Myome hindeuten

Eine starke, lang anhaltende Menstruation oder Blutungen außerhalb der Regel können auf gutartige Tumoren der Gebärmutter, so genannte Myome hinweisen. „Neben unnormalen Blutungen leiden Myom-Patientinnen oftmals auch unter wehenartigen Schmerzen, weil die Gebärmutter mit Kontraktionen auf eine Geschwulst reagiert", erklärt Dr. Christan Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Seltener fallen die Tumoren durch Bauch- oder Rückenschmerzen oder einen verstärkten Harndrang auf. Diese Symptome treten dann auf, wenn ein Myom Druck auf andere Organe wie Blase, Niere oder Darm ausübt."

Frauen, mit unnormalen Blutungen oder starken Regelschmerzen sollten die Beschwerden von einem Frauenarzt abklären lassen. Neben Myomen, die sich nicht zu Krebs entwickeln, können seltener auch bösartige Sarkome in der Gebärmutter auftreten, die sich durch ihr schnelles Wachstum unterscheiden. „Um Myome zu diagnostizieren, wird nach einem ausführlichen Gespräch in der Regel zunächst eine Tast- und eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Bringen die Verfahren keine Klarheit, werden weitere Untersuchungen wie Magnetresonanz-Tomografie, Röntgen bis hin zur Gebärmutter- und Bauchspiegelung nötig", erläutert Dr. Albring.

Die genaue Ursache für die Entstehung von Myomen aus der Gebärmutter-Muskelschicht ist bislang noch unbekannt. Meist entwickelt es sich in der Nähe eines Blutgefäßes aus einer unreifen Muskelzelle, die aufgrund einer Stimulation durch Östrogene schneller wächst als die umliegenden Zellen. „Entsprechend bilden sich diese gutartigen Tumoren nur bei fruchtbaren Frauen, deren Eierstöcke Östrogene produzieren", fügt der Frauenarzt hinzu. „Nach den Wechseljahren können sich bestehende Myome dann langsam zurückbilden."

Myome sind die häufigsten gutartigen Geschwülste des weiblichen Genitaltrakts, die meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr entstehen. Rund 40% aller 35-Jährigen entwickeln solche Tumoren. Weil Töchter von Myom-Patientinnen häufiger betroffen sind, wird auch eine genetische Ursache bei der Entstehung vermutet.

Die Pressemeldung des BVF ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben. Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVF, www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.



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