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09.08.2012

Nach der Geburt langsam wieder mit Sport beginnen

Sind  Arzt und Hebamme einverstanden, können Frauen vier bis sechs Wochen nach der Geburt wieder anfangen, Bauch- und Rückenmuskulatur sanft zu belasten. «Mütter sollten es kurz nach der Geburt aber nicht übertreiben, längere Spaziergänge können ein guter gesunder Einstieg sein», sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Nach einer Geburt sollte man dem Körper Zeit geben, sich von Schwangerschaft und Niederkunft zu erholen.

 "Starten Sie deswegen nicht von Null auf Hundert. Zehn Minuten leichte Dehnübungen für Bauch und Rücken alle zwei Tage reichen zu Beginn schon aus", erläutert der Gesundheitswissenschaftler. Dabei sollte die Muskulatur leicht brennen, dann ist die Intensität genau richtig. Besonders Pilates und Yoga eignen sich, um den strapazierten Beckenboden wieder in Form zu bringen und langfristigen Problemen vorzubeugen. "Nach zwei bis drei Monaten ist auch Training zum Beispiel im Fitnessstudio in Ordnung. Besonders gut sind dann Kniebeugen oder Trainingsgeräte wie die Beinpresse."

Froböse rät außerdem, den Stoffwechsel durch Alltagsaktivitäten in Fahrt zu bringen. "Gehen Sie viele Wege zu Fuß, statt mit dem Auto zu fahren und steigen Sie Treppen, statt den Aufzug zu nutzen." Schon 20 bis 30 Minuten Bewegung am Tag reichten aus, um fit zu werden. Auch leichtes Ausdauertraining geht mit Baby: "Schnappen Sie sich Kind und Kinderwagen und unternehmen Sie einen 30-minütigen zügigen Spaziergang an der frischen Luft - das tut Ihnen und Ihrem Baby gut." Nach etwa zwei Monaten kann dieses Training ausgebaut werden. Dann sind auch Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren wieder gut geeignet.

"Nach einem Kaiserschnitt sollte man allerdings sehr vorsichtig sein", warnt Froböse. Die Wunde muss vollständig verheilt sein, bevor größere sportliche Aktivitäten erneut erlaubt sind. "Dies dauert normalerweise vier bis sechs Wochen - in dieser Zeit ist Sport tabu."  Wenn Arzt und Hebamme einverstanden sind, dürfen leichte Dehnübungen erfolgen, die auch bei der Wundheilung helfen, da dadurch eine moderate Stimulation des Gewebes erreicht werden kann. Insbesondere wird dadurch die Ausrichtung der bindegewebigen Faserstruktur unterstützt.

Quelle: dpa



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