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Neugeborenen-Versorgung

Die ersten Untersuchungen


Nach 1, 5 und 10 Minuten wird durch den Geburtshelfer der so genannte Apgar-Test durchgeführt. Das Apgar-Schema dient der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes des Kindes unmittelbar nach der Geburt. Hierfür werden für Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reflexe Punkte vergeben. Optimal sind 9 bis 10 Punkte, weniger als 7 Punkte zeigen einen Depressionszustand, also eine Anpassungsstörung, des Neugeborenen an. Bei weniger als 5 Punkten sind wahrscheinlich lebensunterstützende Maßnahmen notwendig. Das Schema ist auf Frühgeborene nur eingeschränkt anwendbar. Das Apgar-Schema macht keine Vorhersage über die spätere Entwicklung eines Kindes sondern dient allein zur Feststellung der Lebensfähigkeit direkt nach der Geburt. Nach dem ersten Stillen wird die U1, die so genannte Erstuntersuchung, durchgeführt.

Die meisten Neugeborenen passen sich schnell und unauffällig an das Leben außerhalb des schützenden Mutterleibes an. In ca. 5% der Fälle ist die Anpassung jedoch gestört, wobei verschiedene Schwergraden auftreten können.

Symptome einer Anpassungsstörung sind:

Zeigt das Baby Symptome einer Anpassungsstörung, wird es nach dem Abnabeln, Abtrocknen und Absaugen zunächst stimuliert. Je nach Entwicklung der Atmung und Hautfarbe wird Sauerstoff vorgehalten oder per Maske beatmet. Liegt eine schwere Anpassungsstörung (Asphyxie) vor, wird das Kind reanimiert und entsprechende Sofortmaßnahmen eingeleitet.

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