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Kosmetische & ästhetische Korrekturen

Fettabsaugung


Die Fettabsaugung ist die am häufigsten durchgeführte kosmetische Operation in Deutschland (rund 150.000 pro Jahr). Zur Gewichtsabnahme ist die Fettabsaugung ungeeignet und wird von seriösen Schönheitschirurgen auch zu diesem Zweck nicht durchgeführt. Eine Fettabsaugung kann aber zur Korrektur der Fettverteilung eingesetzt werden, wie zum Beispiel die diätresistenten „Reiterhosen" bei Frauen oder der typische Männerbauch. Bevor eine Operation in Erwägung gezogen wird, sollte eine Veränderung zunächst durch Ernährungsumstellung und Sport angestrebt werden.

Als Standardmethode gilt heute die Tumeszenztechnik. Mit ihr erfolgt die Absaugung relativ schonend, weil die Fettzellen vor dem Absaugen durch Einspritzen einer Flüssigkeit aufgelöst werden, die neben Kochsalz ein Betäubungsmittel und Adrenalin enthält. Alternativ können die Fettzellen vor dem Absaugen auch mit Ultraschallwellen zertrümmert werden. Außerdem stehen neue Methoden wie die PAL (power assisted liposuction) und die Wasserstrahlmethode zur Verfügung.

Die Operation dauert zwischen ein und fünf Stunden. Um Kreislaufprobleme zu vermeiden, sollten bei einem Eingriff höchstens vier Liter abgesaugt werden.

Risiken bestehen in Hautdellen, Hautverfärbungen, Infektionen, Blutungen, Narbenbildung und Sensibilitätsstörungen. In 0,1% der Fälle treten auch schwerwiegende Folgen auf wie Lungenembolie, Verletzung innerer Organe, hämatogener Schock oder Sepsis. Todesfälle ereignen sich bei 0,2% der Fettabsaugungen.

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