Frauenärzte im Netz


Humane Papillom Viren (HPV)

Prognose & Verlauf


Eine HPV-Infektion kann auf unterschiedliche Weisen verlaufen. Einerseits ist es möglich, dass das Immunsystem die Viren innerhalb von 6 bis 18 Monaten aus dem Körper entfernt (90% aller Infektionen). Andererseits können sich die Viren dauerhaft in bestimmten Zellen einnisten und dort für immer verbleiben (persistierende Infektion). Eine persistierende Infektion erhöht das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. 2 bis 3% der infizierten Frauen entwickeln in ihrem Leben irgendwann einen bösartigen Tumor. Doch die Häufigkeit, mit der sich Krebsvorstufen und Frühformen bilden können, ist um ein Vielfaches höher. Entsprechend ist die Zahl der Frauen, bei denen - meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren - eine Krebsvorstufe entdeckt wird, etwa 100 mal so hoch wie die Anzahl derer, die tatsächlich Gebärmutterhalskrebs bekommen.

Feigwarzen bilden sich in vielen Fällen von selbst zurück oder sind gut therapierbar. Dennoch besteht ein Risiko von etwa 30%, dass nach einigen Monaten die Warzen zurückkehren. Das liegt daran, dass bei der Behandlung möglicherweise nicht alle virusinfizierten Zellen entfernt wurden und diese nun wieder wachsen. Deshalb wäre auch hier eine vorbeugende Impfung zu empfehlen.

Zellveränderungen am Gebärmutterhals bilden sich in den frühen Stadien häufig von selbst zurück. Dennoch stellt die Diagnose und die daraus resultierenden Kontrolluntersuchungen eine Belastung für die Frau dar.

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