Frauenärzte im Netz


Humane Papillom Viren (HPV)

Erkennung


HPV-Infektion

Eine Frau, die sich bei einem Sexualkontakt mit HP-Viren ansteckt, bemerkt keine Symptome. Wenn keine Beschwerden vorliegen, wie beispielsweise Feigwarzen, kann der Verdacht auf eine HPV-Infektion z. B. durch eine Kolposkopie oder durch einen HPV-Test erkannt oder ausgeschlossen werden. Für diesen Test entnimmt der Frauenarzt wie bei einem Pap-Abstrich Zellen vom Gebärmutterhals und schickt diese Probe zum Nachweis der Viren in ein Labor. Dort wird auf eine Anzahl von HPV-Typen - vor allem Hochrisikoviren - getestet.

Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass keine Infektion mit HP-Viren nachgewiesen werden konnte, eine positives hingegen zeigt an, dass sich eine Person mit bestimmten Viren angesteckt hat. Dieser Test liefert aber nur eine Momentaufnahme. Da HPV-Infektionen von selbst ausheilen können sagt ein negatives Testergebnis nichts darüber aus, ob nicht schon früher einmal eine Infektion stattgefunden hatte.

Liegt ein positives Testergebnis vor, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung, da sich 70% der Frauen irgendwann mit HPV anstecken und nur vergleichsweise wenige Krebs entwickeln. Doch ist das Ergebnis positiv, sollte besonderer Wert darauf gelegt werden, regelmäßig einen Pap-Abstrich durchführen zu lassen, damit Zellveränderungen frühzeitig erkannt werden können.

 

Feigwarzen

Nur in wenigen Fällen entwickeln sich nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis acht Monaten Feigwarzen im Genitalbereich. Sind die Warzen an der Vulva noch sehr klein und nicht deutlich erkennbar, kann der Frauenarzt den Genitalbereich mit verdünnter Essigsäure betupfen. Daraufhin bekommen die Warzen eine weißliche Farbe und sind gut vom gesunden Gewebe, insbesondere bei der Kolposkopie zu unterscheiden. Befinden sich die Kondylome in der Scheide oder am Gebärmutterhals kann eine Spekulumuntersuchung dem Arzt die Hinweise geben. Dort wird das Gewebe ebenso mit Essigsäure betupft, so dass die Warzen sichtbar werden. Können bei dieser Untersuchung Kondylome entdeckt werden, empfiehlt es sich, auch den Partner zu untersuchen. Es ist wahrscheinlich, dass auch er mit HPV infiziert ist und möglicherweise auch Feigwarzen hat oder aber entwickeln wird.

 

Gebärmutterhalskrebs

Es ist inzwischen gesichert, dass eine persistierende Infektion mit Humanen Papillomviren eine Voraussetzung dafür ist, dass Gebärmutterhalskrebs entstehen kann. Zwischen dem Zeitpunkt der Ansteckung und der Entwicklung einer Krebserkrankung können aber Jahre, in der Regel sogar mehrere Jahrzehnte vergehen. In dieser Zeit können die Viren die Zellen des Gebärmutterhalses Schritt für Schritt dazu bringen, zu entarten. Eine gute Möglichkeit, wie durch HP-Viren verursachte Zellveränderungen schon früh erkannt werden können, bietet der Pap-Abstrich. Dieser nach dem Anatomen und Pathologen George Nicholas Papanicolaou benannte Test macht es möglich, die Zellen des Gebärmutterhalses anhand ihres Aussehens, bestimmten mehr oder weniger verdächtigen Zellstadien, zuzuordnen. Eine Infektion der Zellen mit HPV wird bei diesem Test nicht nachgewiesen. Werden auffällige Zellstadien entdeckt, kann der Frauenarzt den Gebärmutterhals zur Sicherheit mit einem Kolposkop betrachten. Deutliche Veränderungen, Verletzungen oder Wucherungen sind bei dieser Untersuchung besser zu erkennen.

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