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Entwicklung zum Mädchen

Anlage der Geschlechtsmerkmale


Mit der Befruchtung der Eizelle ist das Geschlecht des Kindes festgelegt. Die Erbanlagen, die auf den X- und Y-Chromosomen, den so genannten Geschlechtschromosomen vorhanden sind, entscheiden darüber, ob die männlichen Geschlechtsmerkmale (Y-Chromosom) oder die weiblichen Geschlechtsmerkmale (X-Chromosom) ausgeprägt werden.

Die erste Entwicklungsphase in Richtung weiblichem Geschlecht findet bereits in der 7. Woche der Embryonalentwicklung statt. Zu diesem Zeitpunkt werden die geschlechtsspezifischen Organe angelegt.

 

Weibliche Merkmale

Im weiblichen Embryo entstehen bereits in der 5. Entwicklungswoche Urkeimzellen (Ureizellen), die in der 6. Entwicklungswoche in die Keimleiste (Gonaden-, Genitalleiste) einwandern. Zeitgleich bildet sich das Brustgewebe. In der 7. Woche entwickeln sich aus der Keimleiste und den Keimsträngen die Eierstöcke. Sie schütten das Hormon Östradiol (ein Östrogen) aus und kurbeln damit die weitere Entwicklung zum Mädchen an.

Im weiteren Verlauf vermehren sich Ureizellen (Oozyte) und bilden Eibläschen (Primärfollikel). Diese sammeln sich schließlich in der Eierstockrinde an und gehen dann in den Ruhezustand über. Eileiter, Gebärmutter und die Scheide bilden sich bis zum Ende des 2. Embryonalmonats.

Nach dem 7. Schwangerschaftsmonat wächst die Gebärmutter schneller als die übrigen Organe. Wahrscheinlich sind hierfür die mütterlichen Östrogenkonzentrationen verantwortlich, die gegen Ende der Schwangerschaft stark ansteigen. Nach der Geburt schrumpft die Gebärmutter des Mädchens wieder.

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