17.10.2018

Auch im Alter einmal im Jahr zum Frauenarzt gehen

Auch ältere Frauen sollten weiterhin ihren Anspruch auf die gynäkologische Früherkennung in der frauenärztlichen Praxis wahrnehmen.

Verhütung, Kinderwunsch, Schwangerschaft - diese Dinge führen die meisten jungen Frauen regelmäßig zum Frauenarzt. Doch gerade auch im Alter ist die Früherkennung von Krebserkrankungen wichtig. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, rät älteren Frauen, einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung beim Gynäkologen zu gehen. Bei der Untersuchung lassen sich Vorstufen von Krebserkrankungen frühzeitig erkennen und dadurch besser behandeln. Die Termine seien außerdem eine gute Gelegenheit, über andere Probleme zu sprechen wie eine Inkontinenz, Schmerzen im Unterleib oder Blutungen.

Der Frauenarzt bzw. die Frauenärztin untersucht in der Regel den Genitalbereich, den Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eierstöcke sowie ab 50 Jahren auch den Darmausgang. Außerdem gehört eine Untersuchung der Brust und Achselhöhlen dazu. Dabei können auch Veränderungen auffallen, die nicht auf Krebs zurückgehen, erklärt Albring.

Behandlung & Betreuung berücksichtigt besondere Belange im Alter

Manche älteren Frauen fürchten Schmerzen bei der Untersuchung. Tatsächlich werde die Haut durch den Mangel an Östrogen nach den Wechseljahren dünner und verletzlich, erklärt Albring. Um Schmerzen vorzubeugen, gebe es aber spezielle Instrumente für die Untersuchung älterer Frauen. Er rät, Ängste gegenüber dem Gynäkologen offen anzusprechen.

Auch Darmkrebs-Früherkennung wird angeboten

Frauen ab 50 erhalten in der gynäkologischen Praxis auch den Stuhltest für das Darmkrebs-Screening. Ab dem Alter von 55 Jahren besteht zudem Anspruch auf eine Darmspiegelung – genauer gesagt zwei Untersuchungen im Abstand von zehn Jahren. Die Untersuchung umfasst eine gezielte Beratung sowie die Dickdarmspiegelung. Ersatzweise kann auf Wunsch weiterhin der Test auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre erfolgen.

Im Alter zwischen 50 und 69 Jahren gehört zur gynäkologischen Krebsfrüherkennung zudem alle zwei Jahre eine Mammografie.

Quelle: dpa

Autor/Autoren: äin-red

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