Frauenärztin Neustadt-Glewe - Dr. med. Rita Burmeister

Dr. med. Rita Burmeister

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Bahnhofstr. 31
19306 Neustadt-Glewe

Tel.: 038757/22281
Mobil: 0173/6358268
Fax: 038757 39329

E-Mail: rita.burmeister@frauenaerzte-im-netz.de

Patienteninformation Gebärmutterspiegelung

Liebe Patientin. Ich laß die Info hier stehen. Allerdings wird der Eibgriff aus verschiedenen Gründen jetzt nicht mehr bei uns in der Praxis durchgeführt

     
Ein normal geformter Gebärmutterinnenraum.
Die roten Stellen weisen auf Hormonmangel hin.
Diese Bilder zeigen die Behandlung von Blutungsstörungen durch Entfernung eines Schleimhautpolypen mit einer Greifzange.

 

Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie ist die Bezeichnung für eine Methode bei der die Gebärmutterhöhle mit speziellen optischen Instrumenten sichtbar gemacht wird. Diese Technik wird zur Abklärung fraglicher Befunde und zum Feststellen von Erkrankungen der Gebärmutterhöhle eingesetzt (diagnostische Hysteroskopie); ermöglicht aber auch Operationen innerhalb der Gebärmutter (operative Hysteroskopie).

Die diagnostische Hysteroskopie gilt heute als Methode der Wahl zur Abklärung von krankhaften Veränderungen der Gebärmutterhöhle. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre ist es möglich, die Innenseiten bzw. den Hohlraum der Gebärmutter (Cavum uteri) optisch darzustellen und so unter direkter Sicht zu untersuchen. Es handelt sich dabei um die einzige Methode, bei der die Gebärmutterhöhle unmittelbar betrachtet werden kann. Aus dem Grund gilt die Hysteroskopie als exakteste und genaueste Untersuchungsmethode ihrer Art. Die diagnostische Präzision ist wesentlich höher als bei der „blinden Ausschabung", die deshalb heute ohne begleitende Hysteroskopie nicht mehr durchgeführt werden sollte. Auch gegenüber dem Ultraschall erweist sich die Gebärmutterspiegelung als überlegene Methode, wenn es um Veränderungen im Gebärmutterinnenraum geht.

Eine diagnostische Hysteroskopie kann ambulant und prinzipiell auch ohne Narkose durchgeführt werden. Wir möchten aber eher eine kurze Narkose empfehlen. Es können eventuelle Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut schonender und gründlicher entfernt werden, ohne die Patientin zu belasten.

Der natürliche Zugang ist die Scheide. Zu Beginn des Eingriffes (in Narkose) ist es meist erforderlich, den Gebärmutterhalskanal mit kleinen Instrumenten ein wenig aufzuweiten. Dann wird ein 3-5mm dünner Lichtstab - das Hysteroskop - in die Gebärmutterhöhle eingeführt.  Dieser Hohlraum ist normalerweise ein nicht entfalteter, dreizipfliger Spalt und muss, um überhaupt inspiziert werden zu können, mit einem Gas oder einer Flüssigkeit (bei uns sterile Kochsalzlösung) gefüllt werden.

Das Hysteroskop ist mit Kamera und Bildschirm verbunden.Es werden die Innenwände der Gebärmutter vergrößert dargestellt. Die Innenauskleidung des Organs(Gebärmutterschleimhaut oder Endometrium) und die Abgänge der Eileiter können betrachtet werden. Veränderungen wie Myome oder Polypen, die als Ursache für Blutungsstörungen bekannt sind, können so entdeckt und meist auch bei einer diagnostischen Hysteroskopie entfernt werden.

Mit speziellen Mikroinstrumenten können punktgenaue Gewebeproben von verdächtigen Läsionen entnommen, Polypen abgetragen oder verlegte Spiralen entfernt werden. Mit einer Curette (ähnlich einem kleinen scharfen Löffel) wird gezielt eine Gewebeprobe (Biopsie) der Gebärmutterschleimhaut entnommen, die später von einem Spezialisten unter dem Mikroskop untersucht wird. Dies ermöglicht nicht selten die Erkennung eines Gebärmutterkrebses.

Die Hysteroskopie ist eine einfache Untersuchung, dauert etwa 5-7 min und kann in 98% der Fälle ambulant durchgeführt werden.

Die diagnostische Hysteroskopie wird bei folgenden Beschwerden bzw. Fragestellungen eingesetzt:

  • Alle Formen von Blutungsstörungen wie
    • Starke Regelblutunge
    • Verlängerte Regelblutunge
    • Unregelmäßige Regelblutunge
    • Schmerzhafte Regelblutunge
    • Blutungen nach den Wechseljahren
  • Sterilitätsprobleme und Kinderwunsch
  • Auffällige Ultraschallbefunde
  • Verlegte Spiralen
  • Verdacht auf Fehlbildungen der Gebärmutter


Mögliche Komplikationen: In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass die Gebärmutterwand mit einem der dünnem Instrumente unbeabsichtigt durchstoßen wird. Dies ist meist ungefährlich. Nur in sehr selten ist wegen einer akuten Gefahr (z.B. einer Blutung in die Bauchhöhle) eine weitere Operation, evtl. sogar mit Entfernung der Gebärmutter erforderlich. Entzündungen von Gebärmutter und Eileitern können noch mehrere Tage nach dem Eingriff auftreten. Sie sind mit ärztlicher Behandlung meist gut beherrschbar.

Die Einnahme von Gerinnungshemmern teilen Sie uns bitte vorher mit.

Verhalten nach dem Eingriff: Nach einer Narkose dürfen Sie die Praxis nur in Begleitung verlassen und an dem Tage nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Sie sollten ein Telefon in der Nähe haben. Zu Hause können Sie normal essen und trinken. Leichte Nachblutungen für 5-7 Tage sind normal. Schmerzen können in geringem Maße auftreten. Die Krankschreibungsdauer beträgt 3-5 Tage. Körperliche Schonung ist angeraten.

Haben wir alles gut erklärt? Haben Sie noch Fragen?

Dr. Rita Burmeister und Praxisteam

Nach dem Eingriff sind wir für Sie unter unserer Praxisnummer oder 0173 63 58 268 zu erreichen.

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