Gemeinschaftspraxis der Frauenärzte Per Kistenbrügge - Claudia Hamma
und Dr. med. Stephanie Holl ( angestellte Ärztin )

Per Kistenbrügge

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Claudia Hamma

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Zietenstr. 2
30163 Hannover

Tel.: 0511 / 31 70 47 / 48
Fax: 0511 / 34 13 35

Homepage: www.kistenbruegge-hamma.de

Und schon wieder: Staatliche Reglementierung der Patientenselbstbetimmung

Kaum zu glauben, aber wahr! Ab 2021 sind nur noch medizinisch indizierte Ultraschalle gemäß Vorgabe der krankenKassen bei Ihrem Baby zugelassen.

Also erstmal keine Sorge! Natürlich dürfen Ärzte (!) weiterhin um die 10., 20. und 30igste Schwangerschaftswoche das Wachstum Ihres Babys kontrollieren. Auch im Krankheitsfall (!) eines Kindes und bei einigen Besonderheiten ( z.B. Fehlbildungsultraschall bei auffälligem Ersttrimesterscreening, Gestationsdiabetes - Abschätzung Insulinbedarf usw. ) darf der Arzt via Ultraschall Verläufe überprüfen. ABER ein Wunsch-US, sogenanntes "Baby-Fernsehen" ist nicht mehr erlaubt. 

Zeigt sich ein besonderer Umstand, der eine Ultraschalluntersuchung erfordern würde UND nicht Gegenstand des Leistungskataloges der Krankenkasse ist ( d.h. dafür liegt keine Krankenkasse - Indikation vor - ist aber trotzdem medizinisch sinnvoll ), darf ein Arzt den Ultraschall durchführen, der aber privat von der Patientin zu bezahlen ist ( denn "kostenlos ist Werbung".... und Werbung ist Ärzten ... verboten ). Sprechen Sie uns an!

Leider setzt sich der Spahn´sche Trend, Alles was dem Gesundheitsministerium nicht paßt, unter Strafe zu stellen, fort. Bisher sind viele Gesetzesänderungen aus dem Hause Spahn an Ihnen, unseren Patientinnen, unerkannt vorbeigelaufen, weil wir die Nachteile für Sie größtenteils auffangen konnten. Zunehmend können wir das aber nicht mehr leisten. Auch wenn viele dieser Gesetze erstmal "ganz toll" klingen und "endlich mal was unternommen wird", wird größtenteils nur populistisch gehandelt. Denken Sie mal bitte in Ruhe darüber nach, was hat sich wirklich!!! für Sie verbessert?

Der Grund für diese Verordnung ist für uns nicht nachvollziehbar. Ultraschall ist in der Hand des geübten Arztes NICHT (!!!) gesundheitschädlich: Weder für Sie, noch für Ihr Baby. Anders lautende z.B. Google-Artikel sind leider falsch und wissenschaftlich defintiv nicht belegbar, auch wenn das so manches Mal den Anschein hat. Wegen der vielen Fake-News unter Google hat die Bundesregierung die Internetplattform gesund.bund.de ins Netz gestellt, da die Folgekosten für Patienten, die sich auf diese Nachrichten verlassen haben, die gesetzlichen Krankenkassen schon jetzt mit ca. 200 Millionen Euro pro Jahr belastet.

Da zunehmend private Anbieter Ultraschalluntersuchungen anboten und sogar Ultraschallgeräte an Laien verliehen wurden, sah sich der Gesetzgeber gezwungen, Babys vor unkontrollierter Strahlenbelastung zu schützen. So weit so gut! Leider, wie so häufig in letzter Zeit in den Gesetzgebungsverfahren, haben auch hier medizinische Laien diesen Schutzgedanken nicht wirklich bis zum Ende gedacht... So waren überraschenderweise die Profis ( Ärzte ) ebenfalls mit diesem Verbot konfrontiert. Und leider ebenfalls, wie so eigentlich immer in letzter Zeit, ist die Expertise unserer Spezialisten im Hause Spahn und leider zunehmend auch bei den Krankenkassen nicht mehr erwünscht. Ausbaden dürfen solche Fauxpas Sie, die gesetzlich Versicherten!

 

 

 

 

 

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