Frauenärztliche Gemeinschaftspraxis Biedenkopf

Dr. Manfred Hoffmann

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. Collin Barben

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Sonja Hoffmann

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. Kirsten Renke

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Hintergasse 56
35216 Biedenkopf

Tel.: 0 64 61 / 23 95
Fax: 0 64 61 / 69 28

E-Mail: frauenaerzte.biedenkopf@onlinemed.de

Wechseljahre - Ende des Frau-seins?

Als Wechseljahre, Menopause und Klimakterium bezeichnet man die Zeit mit Abnahme der Produktion weiblicher Hormone in den Eierstöcken. Jede Frau erlebt ihre eigenen Wechseljahre, es gibt viele unterschiedliche Symptome die sich in ihrem Vorkommen, in Ausprägung und Anhalten sehr individuell zeigen.

Das Thema beginnt häufig für Frauen ab dem 45. Lebensjahr aktuell zu werden. »In diesem Alter und in den Jahren danach stehen Sie mitten im Leben, Sie sind beruflich aktiv, die Familie fordert Sie und der Mann möchte eine aktive, fitte und ausgeglichene Partnerin.« Diese und die eigenen Ansprüche passen nicht unbedingt gut zu den möglichen problematischen Seiten der Wechseljahre. »Alt-sein« hat für die meisten Frauen in dieser Altersgruppe noch keine Bedeutung, aber das »Alt-werden« wird zu einer Realität, denn das Ausbleiben der Menstruation führt sehr häufig zu einer Auseinandersetzung mit dem »Alt-werden« und der Rolle des »Frau-seins«.

Haben Sie sich auch schon Fragen zu diesem Thema gestellt, wie z.B.:

• Was bedeutet denn Wechseljahre, Menopause, Klimakterium?
• Was heißt das für mich?
• Ich kenne Frauen, die hatten keine Beschwerden und andere haben sehr unter Beschwerden gelitten; ist das normal oder »spinne« ich, wenn die Wechseljahre nicht so leicht an mir vorübergehen?
• Was sind denn Wechseljahresbeschwerden?
• Welche Hilfe kann ich bekommen und was kann ich für mich tun?

Diese Fragen und andere können Thema unserer Sprechstunde sein. Gerne beraten wir Sie über die Möglichkeiten der medizinschen Hilfe bei Wechseljahren, über Alternativen, aber auch über eventuelle gesundheitliche Probleme.

Menopause bedeutet die Zeit der letzten Menstruationsblutung und zeigt damit in diesem Lebensabschnitt die hormonelle Umstellung der Frau. Die Eierstöcke bilden keine Eibläschen mehr und produzieren nach und nach weniger Hormone. Dies führt dazu, dass im Körper die Östrogene und Gestagene reduziert werden. Dadurch können ganz unterschiedliche Beschwerden entstehen, die möglicherweise zeitlich versetzt auftreten.

Frühe Symptome des Hormonspiegelabfalles sind

• Blutungsunregelmäßigkeiten bis hin zum Ausbleiben der Regel
• Hitzewallungen
• Ein- und Durchschlafstörungen
• Stimmungsschwankungen und Gereiztheit
• Konzentrationsschwäche
• Müdigkeit
• Depressive Verstimmung
• Gewichtszunahme
• Libidoverlust
• Herzrasen
• Vaginale Trockenheit
• Beschwerden beim Wasserlassen
• Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
• Inkontinenzbeschwerden
• Muskel- und Gelenkbeschwerden

Späte Folgen des Östrogenentzuges können sein

• Blutdruckveränderungen
• Veränderungen im Cholesterin- und Fettstoffwechsel
• Erhöhtes Risiko für Herz- und Kreisslauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall)
• Arthrose
• Osteoporose

Ein positiver Umgang mit dieser Lebensphase, mit den kommenden und bestehenden Veränderungen, hilft, denn jede Veränderung kann auch der Beginn von etwas Neuem und damit eine Chance sein. Die Pubertät als erste hormonelle Umstellungsphase war auch nicht immer nur schön, hat aber viele schöne Dinge gebracht.

Volkskrankheit und Frauenkrankheit

Die Verringerung der Knochenmasse und eine Veränderung der Knochenstruktur bezeichnen wir als Osteoporose. Dadurch nehmen die Stabilität und die Belastbarkeit des Knochens ab, die Knochen können schon bei geringer Belastung brechen.

Typische Stellen sind hierbei der Unterarmknochen, die Wirbelkörper der Wirbelsäule und der Oberschenkelhals. Aber auch andere Knochenbrüche können aufgrund einer Osteoporose entstehen. Knochenbrüche können starke bis hin zu stärksten Schmerzen auslösen und eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit und der Lebensqualität mit sich bringen.

In Deutschland leiden etwa 8 Millionen Menschen an einer Osteoporose, meist sind sie älter als 50 Jahre. Davon sind 83% Frauen. Grund für die Erkrankungshäufigkeit bei Frauen ist der Hormonabfall im Rahmen der Wechseljahre und damit ein bedingter Östrogenverlust am Knochen.

Weitere Ursachen können sein

• Bewegungsmangel - Ein wichtiger Faktor für die Ausbildung und Erhaltung starker Knochen ist die Höhe der täglichen Belastung und die Förderung des Knochenstoffwechsels
• Eine mögliche genetische Veranlagung
• Vitamin D3 Mangel
• Ernährung - Essentiell für den Knochenstoffwechsel ist eine gute Versorgung mit Calcium. Negativ auf den Knochenstoffwechsel wirken sich Rauchen und Alkohol aus.

Aufmerksam sollten Sie werden, wenn

• Knochen schon aus geringem Anlass brachen
• enge Verwandte an Osteoporose erkrankt sind
• die Wechseljahre bereits vor dem 45. Lebensjahr begannen
• Kortison länger als sechs Monate hoch dosiert eingenommen wurde
• eine chronische Darmerkrankung besteht, die eine ausreichende Aufnahme von Kalzium verhindert

Osteoporose-Früherkennung

Leider wird Osteoporose in den meisten Fällen erst diagnostiziert, wenn es schon zu einem Knochenbruch gekommen ist. Eine Knochendichtemessung mit einer zusätzlichen Erfassung Ihrer Risikofaktoren ist das Mittel der Wahl, um eine Osteoporose rechtzeitig zu erkennen.

Eine individuelle Beratung zur Erkennung und Behandlung der Osteoporose in unserer Praxis ist möglich – sprechen Sie uns bei Bedarf bitte einfach darauf an.

Knochenstruktur vor (oben) und nach (unten) dem Verlust von Knochenmasse.


Inkontinenz und Senkungsbeschwerden

Wir alle essen und trinken und scheiden die nicht verbrauchten Stoffe einfach wieder aus.

Dies ist für uns in jungen Jahren eine Selbstverständlichkeit, doch früher oder später kann es bei jedem Menschen zu unkontrolliertem Urinverlust kommen. Diese sogenannte Inkontinenz ist nicht selten und kann in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden - Zugegeben, eine natürliche Scham verhindert oft den hilfreichen Gang zum Arzt, doch wer sich überwindet, wird mit wiedergewonnener Lebensqualität belohnt.

Unsere Praxis bietet ein ganzheitliches Konzept in der Therapie der Harninkontinenz. Nach einer genauen Diagnose mittels Ultraschall und Blasendruckmessung am modernen urodynamischen Messplatz, erfolgt eine mehrstufige Therapie mit Medikamenten, Beckenbodengymnastik und Biofeedback-Stimulation der Beckenbodenmuskulatur. Die Kosten für diese Behandlungen werden, bei medizinischer Indikation, von den Krankenkassen getragen.

Sollten die Konservativen Maßnahmen nicht erfolgreich sein, besteht die Möglichkeit, in unserer gynäkologischen Abteilung eine operative Korrektur der Harninkontinenz durchführen zu lassen. Dazu stehen uns moderne Operations-Techniken zur Verfügung, die sogenannten Schlingenoperationen.

Bei Senkungszuständen führen wir, neben den klassischen Operations-Techniken, moderne Operationen durch, die, durch die Stabilisierung der Scheide mit speziell dafür entwickelten Netzen, das Rezidivrisiko deutlich verringern. Auch für diese Operationen übernehmen die Krankenkassen die gesamten Kosten.

Sie sehen, es gibt kein Thema, über das Sie nicht offen mit mir oder meinen Kolleginnen und Kollegen reden können - tun Sie‘s einfach und Sie werden sich danach sehr viel besser fühlen.

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