Gemeinschaftspraxis Dr. med. Anfrid Reysen , Anja Ullrich & Kolleginnen*, Bürgstadt

Dr. med. Hartmut Wenninger

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Anfrid Reysen

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Elisabeth Klar

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. Mongonpurew Wolf

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Kolpingstr. 2
63927 Bürgstadt

Tel.: 09371 668590
Fax: 09371 6685929

E-Mail: praxis@main-gyn.de
Homepage: www.main-gyn.de

Gebärmutterhalskrebs Früherkennung - Neues seit 2020

Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung - Neuer Ablauf seit Januar 2020

In den vergangenen Jahren sind immer weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs erkrankt. Einer der Gründe dafür ist die Früherkennung, die seit 1972 Bestandteil der gynäkologischen Krebsvorsorge ist. Noch vor 40 Jahren starben doppelt so viele Frauen an Gebärmutterhalskrebs wie heute. Für 2020 werden ca 4400 Neuerkrankungen geschätzt. Und noch eine eindrückliche Zahl:

Von 1000 Frauen, die nicht zur Vorsorge gehen, erkranken 30 im Laufe ihres Lebens an Gebärmutterhalskrebs. Bei regelmäßiger Teilnahme ist es weniger als 1 Frau von 1000.

Das Untersuchungsschema ist jetzt weiterentwickelt worden, um die Zahl der Neuerkrankungen noch weiter zu senken.

Was ist neu?

Es gibt nun ein altersabhängiges Screening. Frauen bis 34 Jahre erhalten wie bisher einen jährlichen Abstrich. Frauen ab 35 Jahren erhalten zusätzlich einen HPV-Abstrich, der klärt ob Viren des humanen Papillomvirus vorhanden sind.

Warum ein neues Screening?

Frauen ab 35 Jahren haben alle drei Jahre Anspruch auf einen Kombinationstest, bei dem ein Abstrich auf HP-Viren und auf Zellveränderungen untersucht wird. Der sogenannte Ko-Test bietet mehr Sicherheit als der vorherige alleinige Abstrich.

Um über das Früherkennungsangebot zu informieren, erhalten Frauen zwischen 20 und 65 Jahren ab 2020 regelmäßig eine Einladung von ihrer Krankenkasse zur Teilnahme an dem Früherkennungsprogramm auf Gebärmutterhalskrebs. Frauen können die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen aber auch ohne diese Einladung und über das 65. Lebensjahr hinaus in Anspruch nehmen.

 

Was sind die Vor- und Nachteile der Früherkennung?

Der Vorteil liegt darin, daß bei regelmäßiger Teilnahme schon frühzeitig Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses entdeckt werden können. Daher ist die Erkrankung sehr schonend behandelbar und große Operationen sind meist die Ausnahme.

Der größte Nachteil der Früherkennung ist wohl das Risiko einer „Überbehandlung“. Denn es lässt sich nicht vorhersagen, welche Gewebeveränderungen künftig einmal Krebs entwickeln werden. Daher wurden früher auch immer wieder harmlose Veränderungen operiert.

Das Risiko sinkt aber, wenn man in bestimmten Fällen die Entwicklung abwartet und nicht sofort operiert. Im neuen Screening ist eine Qualifikation des Gynäkologen Voraussetzung, um ab einer bestimmten Stufe der Veränderung weitere Untersuchungen und ggf. Gewebeproben durchzuführen bzw. zu veranlassen. Hiermit soll sichergestellt werden, daß eine hohe Qualität und Erfahrung bei der Behandlung gewährleistet wird. Denn das Problem der bisherigen Behandlung war oft, daß aus Angst vor "Krebs" über das richtige Maß hinaus "übertherapiert" wurde und Komplikationen wie z.B. Frühgeburten begünstigt werden konnten.

Auch der größte Vorteil der Prävention ist schnell erklärt: Durch eine regelmäßige Früherkennung sinkt das Risiko deutlich, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken oder zu sterben.

Darstellung eine HPVirus

 

Entwicklungsstadien des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. (aus Patientenbroschüre: Was bedeutet ein auffälliger PAp Abstrich, Krebsgesellschaft Nordrhein Westfalen e.V.,Autor: Univ.-Prof. Dr. med. Ralph J. Lellé, MIAC, Frauenklinik des Universitätsklinikums Münster)

 

aus: Hamburger Ärzteblatt, 11-2013, Gebärmutterhalskrebs, heilen und verhindern,Von Prof. Dr. Christoph Lindner, Dr. Friederike Gieseking, Prof.Dr. Axel Niendorf

 

Abklärungsdiagnostik in unserer Praxis

Ab sofort können sich Frauen in unserer Praxis zur sogenannten Abklärungsdiagnostik vorstellen. HIerbei wird nach einem auffälligen Abstrich, den der behandelnde Gynäkologe entnommen hatte, eine spezielle Lupenuntersuchung mit evt. Gewebsentnahme durchgeführt, um Veränderungen genauer als mit der Zellabstrichuntersuchung einordnen zu können. Hierzu ist eine Spezialausbildung mit zertifizierter Qualifikation, einem sogenannten "Kolposkopiediplom", erforderlich und die Zulassung seitens der Kassenärztlichen Vereinigung. Beides können Ärzte unserer Praxis vorweisen.

Hiermit können sich Frauen in unserer Praxis zur Abklärung auffälliger Abstrichbefunde vorstellen. Erforderlich ist nur eine Überweisung seitens des Frauenarztes. Wir können gewährleisten, eine schonende, den neuesten Standards entsprechende Diagnostik und Behandlung anzubieten.

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