Unfruchtbarkeit
Erste Anzeichen
Eine Sterilität ist nicht einfach zu erkennen. Wenn empfängnisverhütende Mittel nicht mehr angewendet werden, dauert es bei vielen Paaren ein halbes oder ein ganzes Jahr bis eine Schwangerschaft eintritt. Weltweit hat jedes sechste Paar Schwierigkeiten, innerhalb der ersten 12 Monate ein Kind zu zeugen. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Erst wenn nach einem Jahr mit regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine erwünschte Schwangerschaft eintritt, sollte ein Paar mit dem behandelnden Frauenarzt sprechen. Man spricht dann von einer sterilen Partnerschaft.
Sind dagegen Erkrankungen für eine Sterilität verantwortlich, treten oft typische Symptome auf. Bei einer Endometriose klagen betroffene Frauen beispielsweise über Schmerzen während der Regelblutung oder eine verlängerte und verstärkte Blutung. Auch chronische Unterbauchschmerzen können ein Anzeichen der Erkrankung sein. Ähnliche Symptome werden auch von Myomen verursacht, die zu Zyklusstörungen oder zu Fehlgeburten führen können.
Hormonelle Zyklusstörungen sind dagegen oft unauffälliger. Wendet eine Frau jedoch die Methoden der natürlichen Familienplanung an, kann sie Unregelmäßigkeiten ihres Zyklus oder das Ausbleiben des Eisprungs entdecken. Eine Überproduktion des Hormons Prolaktin äußert sich häufig in Zyklusstörungen. Die Zyklen können kürzer (Polymenorrhö) oder länger (Oligomenorrhö) sein, oder ganz ausbleiben (Amennorrhö).
Je besser eine Frau mit ihrem eigenen Zyklus vertraut ist und ihre Körperzeichen zu deuten versteht, desto eher kann sie selbst Veränderungen ihrer Fruchtbarkeit oder einen ausbleibenden Eisprung erkennen.





