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Tastuntersuchung

Selbstuntersuchung der Brust


Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist eine unkomplizierte Möglichkeit, um Brustkrebs oder andere Erkrankungen des Brustgewebes festzustellen. Es ist wichtig, dass Sie sich hierfür etwas Zeit nehmen und genau auf Ihren Körper achten. Es geht vor allem darum, dass Sie die unterschiedlichen Strukturen Ihrer Brust kennen lernen, um schließlich Veränderungen des Gewebes selbst beurteilen zu können.

Wann sollten Sie Ihre Brust untersuchen?

Wenn Sie noch Menstruationsblutungen haben, ist der Zeitraum zwischen dem dritten und siebten Tag nach dem Einsetzen der Regelblutung besonders geeignet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Brust relativ frei von hormonbedingten Gewebsverhärtungen. Die Brust verändert sich nämlich mit dem Zyklus bzw. unter dem Einfluss von weiblichen Hormonen. Außerdem haben Sie generell eine bessere Vergleichsmöglichkeit um Veränderungen festzustellen, wenn Sie die Brust stets zu gleichen Zeitpunkten des Zyklus untersuchen.

Wenn die Regel mit den Wechseljahren ausbleibt, können Sie mit dem vertrauten Rhythmus fortfahren - insofern Sie dies regelmäßig durchgeführt haben. Ansonsten sollten Sie einen festen Tag im Monat wählen, zum Beispiel den ersten jeden Monats.

Um in Zukunft den Überblick zu behalten, wann Sie eine Selbstuntersuchung der Brust durchgeführt haben, verwenden Sie das Selbstcheck-Formular

Einige Hinweise im Zusammenhang mit der Untersuchung:

  • Suchen Sie nicht nach krankhaften Auffälligkeiten. Nehmen Sie zunächst einfach nur Ihren Körper mit den unterschiedlichen Geweben und Strukturen wahr. Lernen Sie das Gewebe Ihrer Brüste kennen.
    Wenn sich tatsächlich etwas verändert, können Sie das dann eher beurteilen.

  • Tasten Sie die Strukturen Ihrer Brüste mit unterschiedlichen Druckstärken mit den  Fingerspitzen ab (siehe hierzu auch Animation) und versuchen Sie sie die unterschiedlichen Gewebe der Brustdrüse wahrzunehmen.

  • Wenn Sie zum ersten Mal Ihre Brust bewusst untersuchen, dann erschrecken Sie nicht, wenn Ihnen das äußerlich so glatte Gewebe beim Abtasten plötzlich knotig vorkommt. Dass ist keinesfalls ungewöhnlich und kommt insbesondere bei jungen Frauen vor, bei denen das Drüsengewebe noch sehr ausgeprägt ist.

  • Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Tastuntersuchung richtig machen, können Sie sich von Ihrem Frauenarzt bestätigen lassen, ob Sie die Untersuchung bestmöglich durchführen. Es ist ohnehin von Vorteil, die Tastmethode regelmäßig von einem Frauenarzt überprüfen zu lassen.

  • Die Tastuntersuchung kann recht gut durchgeführt werden, wenn Sie unter der Dusche mit Duschgel erfolgt oder Öle bzw. Hautcremes dazu verwendet werden.

  • Nach einer Infektion (z. B. einer Erkältung) können die Lymphkoten in den Achselhöhlen größer sein, als Sie es sonst gewohnt sind. Erschrecken Sie nicht, wenn Sie so etwas feststellen, aber lassen Sie die dies sicherheitshalber von Ihrem Frauenarzt abklären.

Folgende Veränderungen können Hinweise auf eine Krebserkrankung sein und sollten Sie deshalb immer zum Facharzt führen, um weitere Befunde abklären zu lassen.

  • neu aufgetretene Verhärtungen oder Knoten in den Brüsten
  • Knoten in der Achselhöhle von über 1cm Größe
  • Einziehung der Brustwarze oder der Haut, insbesondere beim Anheben der Arme
  • Hautveränderungen der Brustwarze oder des Warzenvorhofs
  • farbige Absonderungen aus der Brustwarze, insbesondere blutiges Sekret
  • plötzlich auftretende Rötungen oder Jucken einer Brust, auch wenn keine Schmerzen auftreten

Wenn Sie eine oder mehrere derartige Veränderung an sich feststellen sollten Sie nicht gleich Erschrecken, denn das heißt noch lange nicht, dass Sie tatsächlich an Brustkrebs erkrankt sind. Es ist wahrscheinlicher, dass diese Veränderungen von harmloser Natur sind, aber sie sollten in jedem Fall abgeklärt werden. Dafür sollten Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt vereinbaren, der gegebenenfalls weitere Untersuchungen einleitet. Den Arztbesuch sollten Sie nicht hinauszögern.

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