Syphilis
Untersuchungsmethoden
Mikroskopisch
Die Erkrankung lässt sich eindeutig über das Vorhandensein des Erregers Treponema pallidum nachweisen. Vor allem aus der Flüssigkeit der Hautgeschwüre bei einer Primären Syphilis lassen sich Erreger in großer Menge gewinnen und mithilfe eines speziellen Mikroskopierverfahrens (Dunkelfeldmikroskopie) untersuchen.
Blutuntersuchung
Unmittelbar nachdem die ersten Bakterien in die Blutbahn eingedrungen sind, bildet das Immunsystem des menschlichen Körpers Abwehrstoffe gegen die Erreger (Antikörper). Verschiedene Testverfahren können diese Antikörper im Blut erkennen.
So weist der Treponema-pallidum-Hämagglutinations-Test (TPHA) die Erreger ab der 4. Woche bis viele Jahre nach der Ansteckung nach. Verläuft er negativ, liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Syphilis vor. In 1 bis 2% der Fälle ergibt der Test ein positives Ergebnis, obwohl der Patient eigentlich keine Syphilis hat. Als Bestätigungstest wird deshalb der Fluoreszenz-Treponema-Antibody-Test (FTA) hinzugezogen. Auch er erkennt fast ausschließlich Treponema pallidum und reagiert ab der 3. Woche positiv auf den Erreger, auch wenn die Ansteckung schon Jahre zurückliegt.
Als Verlaufstest zur Beurteilung der Krankheitsaktivität eignet sich der Cardiolipin-Mikroflockungstest (VDRL-Test). Er ist nicht sehr spezifisch, d. h. er kann auch bei anderen Erkrankungen positiv reagieren. Dafür liefert er aber wichtige Informationen über den Verlauf der Erkrankung.
Gewebeuntersuchung
Zum Nachweis einer Syphilis müssen nur selten Gewebeproben aus einem Primäraffekt entnommen und untersucht werden, um andere Erkrankungen sicher auszuschließen.
Zum Thema
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