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Stuhluntersuchung

Untersuchung einer Stuhlprobe


Die Beschaffenheit des menschlichen Kots - dazu zählen Farbe, Masse, Härte, Geruch - gibt Auskunft über den Zustand des Verdauungstraktes. Normalerweise besteht der Stuhl aus drei Vierteln Wasser, Nahrungsresten, Bakterien und abgetragenen Schleimhautzellen. Seine Farbe erhält er durch den Gallenfarbstoff. Bei einer Stuhluntersuchung wird der Kot im Labor auf mögliche Krankheitserreger und Blut untersucht.

Bereits für das bloße Auge sichtbar sind hellrote Beimischungen von Blut, die aus dem unteren Darmabschnitt oder von stärkeren Blutungen aus höheren Darmbereichen stammen (mögliche Ursachen: Hämorrhoiden, Polypen, Divertikel). Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt färben den Stuhl auf Grund der Magensäure schwarz. Diese Farbe entsteht beispielsweise aber auch durch die Einnahme von Kohle- oder Eisenpräparaten. Weitaus gefährlicher ist das so genannte okkulte (versteckte) Blut im Stuhl, das dem Betroffenen beim Toilettengang nicht auffällt. Es weist auf Darmpolypen, Darmdivertikel (Ausstülpungen der Darmwand) und im schlimmsten Fall auf Dickdarmkrebs hin. Deshalb ist der Test auf okkultes Blut Teil der Krebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr. Hierbei weist der Arzt den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) in der Stuhlprobe mit speziellen Lösungen nach. Blutbeimengungen sind immer krankheitsbedingt, und ihre Ursache muss ärztlich abgeklärt werden (z. B. Koloskopie).

Auch andere Erkrankungen machen sich durch einen veränderten Stuhlgang bemerkbar. Ein Befall mit pathogenen Bakterien, Viren oder Parasiten kann zum Beispiel zu Durchfall führen. Die Erreger lassen sich im Kot und im Blut mikrobiologisch nachweisen. Ein grauer Stuhl weist auf eine vermehrte Fettausscheidung, ein weißer Stuhl gar auf Störungen des Galleabflusses oder eine Lebererkrankung hin. Bei diesem Verdacht ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums angezeigt. Dunkel gefärbter Kot hingegen ist meistens ernährungsbedingt und tritt, zum Beispiel, nach dem Genuss von Blaubeeren auf.

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