Stillen
Probleme beim Stillen
Beim Stillen können durch ungewohnte Belastung der Brustwarzen, aber auch durch falsches oder häufiges Anlegen kleine Wunden an der Brustwarze entstehen. Dagegen hilft es, die Brustwarzen nach jedem Stillen mit eigener Muttermilch oder mit Heilsalbe (gerne genommen wird auch Wollfett) einzustreichen. Dies beugt auch aufsteigenden Entzündungen vor, die zu einer schmerzhaften Wochenbett-Brustentzündung (Mastitis puerpueralis) führen können. Liegt es am häufigen Anlegen oder langem Saugen des Babys, ist es auch möglich, den Milchfluss durch ein Oxytocin-Spray (nasal) oder durch homöopathische Mittel zu unterstützen. Bei falschem Anlegen oder anderen Problemen mit dem Stillen kann der Frauenarzt oder eine Stillberaterin helfen.
Während der Stillzeit, besonders in den ersten Tagen und Wochen können blähende Speisen „in die Milch übergehen" und zu Blähungen und Bauchschmerzen beim Säugling führen. Auch Nahrungsmittel mit hohem Säuregehalt bergen die Gefahr eines Wundwerdens beim Säugling. Manche Kinder haben damit mehr Probleme, andere weniger oder gar keine. Das sollte die Mutter mit der Zeit vorsichtig ausprobieren. Die Empfindlichkeit lässt mit steigendem Alter des Babys auch nach, d. h. was am Anfang nicht vertragen wurde, macht nach Wochen oder Monaten möglicherweise gar keine Probleme mehr.
Auch Arzneimittel können über die Muttermilch in den Kreislauf des Babys gelangen. Daher sollte vor einer Einnahme, genau wie in der Schwangerschaft, immer ein Arzt konsultiert werden. Es gibt jedoch durchaus Medikamente, die auch für Stillende unbedenklich sind. Sollten Sie bestimmte Medikamente einnehmen wollen, besprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, ob etwas dagegen spricht. Und - nicht zuletzt ein wichtiger Aspekt - es gibt zur Empfängnisverhütung für die stillende Mutter geeignete, rein gestagenhaltige empfängnisverhütende Anti-Baby-Pillen mit geringem Hormongehalt.
Darauf, dass man beim Stillen nicht schwanger werden kann, sollte man sich lieber nicht verlassen. Der Hormonspiegel ist zwar beeinflusst, ein Eisprung kann aber dennoch ausgelöst werden.





