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Intrauterinpessar - Spirale & Kupferkette

Kupferkette


Funktion der Kupferkette

Die Kupferkette ist eine Abwandlung der Kupferspirale. Sie wird wie eine konventionelle Spirale in die Gebärmutterhöhle eingeführt, um einen langfristigen, sicheren Verhütungsschutz zu gewährleisten. Es handelt sich dabei um einen Nylonfaden, der wenige Zentimeter lang ist, und an dem vier bis sechs kleine Kupferzylinder aufgefädelt werden. Die Anzahl der Kupferzylinder und die Fadenlänge richtet sich nach der Größe bzw. Höhe der Gebärmutter - je höher, desto mehr Zylinder.
Die Kette wird am oberen Ende der Gebärmutter fixiert, so dass sie flexibel durch den Gebärmutterkörper und den Gebärmutterhals führt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Spiralen hat sie also keine Seitenarme, die den Halt in der Gebärmutter gewährleisten, sondern eine einzelne Verankerung.
Der korrekte Sitz der Kette kann anhand eines Metall-Elements an der Verankerung im Ultraschall überprüft werden.

Die Wirkungsweise der Kupferkette entspricht der der Kupferspirale.

Einlage der Kupferkette

Die Einlagetechnik weicht von der bei konventionellen Spiralen verwendeten ab und wird von speziell dafür geschulten Gynäkologen durchgeführt. Eine Liste von Ärzten, die im Einsetzen der Kupferkette geschult sind, gibt es unter Weblinks bei http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferkette.

Da Einlegen dauert einige Minuten. Dabei wird die Kette bei geöffnetem Muttermund mit Hilfe eines speziellen Applikators in die Gebärmutter eingebracht und per Verankerungsknoten im oberen Ende der Gebärmutter fixiert. Das Rückholfädchen wird anschließend in der passenden Höhe getrennt und ragt dann durch den Muttermund in das Scheidengwölbe.
Damit das Einsetzen nicht unangenehm ist, wird vorab ein Schmerzzäpfchen verabreicht oder eine lokale Betäubung durchgeführt. In manchen Fällen wird zusätzlich der Muttermund durch ein Medikament geweitet.

Sicherheit der Kupferkette

Bei einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,5 ist eine Empfängnisverhütung durch die Kette sehr sicher.

Für wen geeignet?

Die Kupferkette ist ein Intrauterinpessar, welches als Langzeitverhütung auch für junge Frauen geeignet ist, die noch nicht geboren haben.

Vorteile der Kupferkette

Die Kupferkette ist frei von Hormonen, daher beeinflusst sie weder den Zyklus noch die langfristige Fruchtbarkeit und verhindert fünf Jahre lang eine Schwangerschaft. Ein Verrutschen oder eine Fehlstellung wie bei herkömmlichen Spiralen möglich sind mit der Kupferkette ausgeschlossen, sie kann sich flexibel an die Form des Uterus anpassen.
Eine Schwangerschaft ist sofort möglich, sobald die Kette vom Gynäkologen entfernt wurde.

Die Kupferkette ist auch eine Alternative zur "Pille danach". Wird sie innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Sex eingesetzt, kann sie eine Schwangerschaft verhindern. Anschließend kann sie bei Bedarf dauerhaft zur Verhütung im Körper verbleiben.

Nachteile der Kupferkette

Die Kosten liegen bei ca. 300 Euro und damit etwas über denen für eine Kupferspirale. Das Einlegen muss selbst bezahlt werden. Einzig bei Frauen unter 20 Jahren erstattet die Krankenkassen in manchen Fällen die Kosten (Abklärung mit Krankenkasse im Vorfeld erforderlich).

Bei Einlegen ist die Verabreichung von Betäubungsmitteln erforderlich und evtl. auch von Medikamenten, welche den Muttermund weiten. Das Herausziehen der Kette ist für kurze Zeit unangenehm.

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