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Sexuelle Lust & der weibliche Orgasmus

Der sexuelle Reaktionszyklus


Die Erregungsphase

Das individuelle Erleben des Geschlechtsverkehrs kann sehr unterschiedlich sein. Biologisch gesehen laufen jedoch bei allen Frauen ähnliche Vorgänge ab: In der Erregungsphase wird die Scheide feucht und die Durchblutung von Haut und Geschlechtsorganen nimmt zu, so dass sich die Schamlippen verdicken und die Klitoris größer wird. Auch die Brüste werden fester und bei manchen Frauen stellen sich die Brustwarzen auf. Vor allem im Beckenbereich steigt die Muskelspannung, und der Scheidenbereich wird stärker durchblutet. Zudem spannt sich die Gebärmutter an. Diese Erregungsphase ist auch dadurch gekennzeichnet, dass sich Puls und Atemfrequenz beschleunigen und der Blutdruck steigt. Sie kann von einigen Minuten bis hin zu einigen Stunden dauern.

Die Plateauphase

In der so genannten Plateauphase nimmt die körperliche Erregung weiter zu und die Muskelspannung verstärkt sich. Die körperliche Kontrolle geht während der einige Minuten dauernden Plateauphase immer mehr verloren. Das Scheidensekret wird von den Bartholin-Drüsen entleert und sorgt für leichtes Eindringen des Penis.

Der Orgasmus

Der Orgasmus stellt den Höhepunkt der körperlichen Erregung dar und dauert meist nicht länger als einige Sekunden, manchmal aber auch bis hin zu einigen Minuten. Erreicht die Frau den Orgasmus, ziehen sich die Muskeln um die Scheide und den Beckenboden herum rhythmisch zusammen. Der vordere Teil der Scheide verengt sich, was als orgastische Manschette bezeichnet wird. Atemfrequenz, Puls und Blutdruck haben ihr Maximum erreicht. Während des Orgasmus ist das Bewusstsein weitgehend ausgeschaltet, die Frau befindet sich in einer Art Schwebezustand, der als extrem angenehm empfunden wird.

Die Rückbildungsphase

In der anschließenden Rückbildungsphase strömt das Blut wieder aus den Geschlechtsorganen in den Körper und  ein Zustand tiefer Entspannung setzt ein. Dabei entsteht Wärme und die meisten Frauen erleben diese Phase als lustvoll. Viele empfinden in dieser Phase, ebenso wie viele Männer, ein Schlafbedürfnis. Kurz darauf könnten sie bei erneuter Stimulation wieder zum Orgasmus gelangen.

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