Frauenärzte im Netz

Sexuelle Abweichungen

Homosexualität


HomosexualitätAls Homosexualität wird die gleichgeschlechtliche Orientierung in der Sexualität und der Liebe bezeichnet. Der Begriff Homosexualität stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde aus dem Griechischen abgeleitet (von gleich, gleichartig = homo und Geschlecht = sexus). Früher galt Homosexualität als Abart, heute wird sie jedoch als normale Variante menschlicher Sexualität gesehen. Die Ursache für die gleichgeschlechtliche Liebe ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Es werden genetische Faktoren, die Hormonzusammensetzung im Mutterleib und die Sozialisation des Kindes als Einflussfaktoren diskutiert.

Durch das „Coming out" prominenter Frauen und Männer ist Homosexualität heute gesellschaftlich bekannter und akzeptierter als noch vor Jahren. In Deutschland haben homosexuelle Paare seit dem 1. August 2001 die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen, die stark an die Ehe angelehnt ist. Dennoch existieren innerhalb der Gesellschaft und der Kirche noch viele Vorurteile gegenüber der gleichgeschlechtlichen Liebe bis hin zu der Einstellung, es handele sich um eine behandlungsbedürftige Erkrankung.

Die Entdeckung der eigenen Homosexualität erfolgt meist nicht sofort nach der Pubertät, sondern erst im späteren Leben einer Frau. Lesbische Erfahrungen junger Mädchen sind normal und häufig der Ausdruck eines sexuellen Entwicklungsprozesses. Fühlt eine Frau sich auch nach dieser Entwicklungsphase besonders stark zu anderen Frauen hingezogen und sexuell erregt, kann sie auf Unverständnis des Elternhauses oder Schwierigkeiten in der Öffentlichkeit stoßen. Trotz des gesellschaftlichen Wandels, den Homosexualität erfahren hat, bringt eine offen geführte gleichgeschlechtliche Beziehung für viele Paare noch immer große Belastungen mit sich. Frauenärzte bieten professionelle Hilfe an und unterstützen homosexuelle Paare dabei, ihren eigenen Weg zu gehen.

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema