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Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs)

Trichomoniasis vaginalis (Trichomonaden-Kolpitis)


VaginalinfektionIn Deutschland ist die Trichomoniasis selten geworden, weltweit zählt sie jedoch zu den häufigsten Vaginalinfektionen. Der Erreger Trichomonas vaginalis - ein Flagellat - führt zu entzündlichen Veränderungen der Scheide und verstärktem Ausfluss. Die Infektion kann auch die Harnröhre und Drüsen im Vulvabereich (Bartholinische Drüsen) betreffen. Bei einer guten Körperabwehr kann sie auch völlig symptomlos verlaufen. Der Erreger wird beim Geschlechtsverkehr übertragen, seltener durch gemeinsam benutzte Handtücher oder in der Sauna.

Wenn Beschwerden auftreten, stehen Juckreiz, Ausfluss sowie ein Brennen im Vordergrund. Das Hauptsymptom ist ein grünlicher, schaumiger Ausfluss von dünner oder manchmal klebriger Konsistenz. Oft beklagen Betroffene einen unangenehmen Geruch, der von einer gleichzeitigen Veränderung der Scheidenflora herrühren kann (Aminvaginose). Ein gestörtes Scheidenmilieu kann für das Auftreten von Symptomen der Trichomoniasis verantwortlich sein.

Die Therapie erfolgt durch die Gabe von Antibiotika (Metronidazol, Tinidazol). Eine hochdosierte Einmaltherapie ist erfolgreicher als eine niedrig dosierte Gabe über eine Woche. Der Partner sollte in jedem Fall mitbehandelt werden, vor allem da Trichomonaden bei Männern noch schlechter nachweisbar sind. Während der Therapie ist sexuelle Enthaltsamkeit notwendig. Bei Schwangeren sollte während der ersten drei Schwangerschaftsmonate nur eine Medikation durch Zäpfchen in der Vagina erfolgen.

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