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Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs)

Skabies (Krätze)


Pärchen beim LiebesspielDie Krätze wird durch Milben (sarcoptes scabei hominis) verursacht, die in der obersten Hautschicht ihre Eier ablegen. Dies führt zu Entzündungen und starkem Juckreiz. Kratzen sich die Betroffenen stark, können durch die verletzte Haut Bakterien eindringen und eitrige Ausschläge (Pyodermien) verursachen. Als Reaktion des Immunsystems auf die Milbe bilden sich Hautekzeme oder Knötchen. Die Milben können beim Geschlechts­verkehr übertragen werden, seltener durch die gemeinsame Benutzung von Bettwäsche oder das Aufschütteln von Betten.

Vier bis sechs Wochen nach der Infektion treten juckende Knötchen und Krusten auf, die sich vor allem an den Zwischenfingerbeugen, den Beugeseiten der Handgelenke, den Ellbogen, Achselhöhlen, der Brust und dem Genitale ausbreiten. Abends im Bett ist der Juckreiz meist besonders quälend. Bei Kindern und Personen mit schwachem Immunsystem kann eine extreme Krustenbildung auftreten. Vollbäder können die Ausbreitung des Milbenbefalls begrenzen.

Der Arzt erkennt die geröteten Milbengänge in der Hornhaut mittels der Tintenmethode und kann häufig Milbenexkremente nachweisen. Wie bei Filzläusen wird auch die Krätze mit lokal verwendeten Medikamenten wie Lindan, Permethrin oder Goldgeistextrakt behandelt. Daneben ist die Mitbehandlung der Familienmitglieder und die Reinigung von Bett- und Leibwäsche erforderlich. Bei konsequent durchgeführter Therapie ist die Prognose sehr gut. Der Juckreiz kann auch bei erfolgreicher Therapie noch über Wochen vorhanden sein, weil das Immunsystem auf noch vorhandene Milben-Eiweiße reagiert.

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