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Scheidenpilz

Untersuchungsmethoden


Der Diagnose einer Pilzinfektion geht immer ein Gespräch über die Begleitumstände und Beschwerden der Patientin sowie eine körperliche Untersuchung voraus. Den Befall des Genitalbereichs mit Hefepilzen kann der Arzt anhand des charakteristischen Fluors (weißer bröckeliger Belag in der Scheide) häufig schon mit dem bloßen Auge feststellen. Für die mikroskopische Untersuchung entnimmt der Arzt durch kräftiges Reiben mit einem Abstrichstäbchen Material von der Vaginalwand, möglichst in Bereichen mit starker Rötung und weißem Fluor. Beim Blick durchs Mikroskop verrät sich der Hefepilz in ca. 75% der Fälle durch die für ihn typischen Sprosszellen oder „Pilzfäden". Gelingt ihm der mikroskopische Nachweis nicht einwandfrei, kann er eine Pilzkultur anlegen und den Erreger aus dieser nachweisen.

Falls kein Pilzbefall vorliegt, muss der Arzt klären, ob andere dermatologische, allergische oder ekzematische Prozesse wie Herpes genitalis, Neurodermitis, Schuppenflechte etc. für die Beschwerden verantwortlich sind. In der Regel handelt es sich bei der Pilzinfektion nicht um eine Grunderkrankung, sondern lediglich um eine Begleiterscheinung. Auch dies muss er klären.

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