Frauenärzte im Netz

Ringelröteln

Ringelröteln in der Schwangerschaft


Während für Kinder und Jugendliche die Ringelröteln eher harmlos sind, können sie für Schwangere zu einer Gefahr für sich und das ungeborene Baby werden. Das Parvovirus B19 kann während der gesamten Schwangerschaft auf das Kind übergehen. Dies geschieht in 20% der Fälle. Rund 50% der Schwangeren haben auf Grund einer früheren Erkrankung Antikörper gegen das Virus und sind so gegen eine Infektion immun.

Ringelröteln können durch die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. Dies kann zur Todgeburt, zu Wassereinlagerungen in verschiedenen Organen und zur Hemmung der Bildung von roten Blutkörperchen des Feten und damit zur Anämie führen.

Der Mutter fehlen meist die Symptome wie Fieber, Schwellung der Lymphknoten und der girlandenförmige Ausschlag. In der Frühschwangerschaft kann es nach einer Infektion häufig zur Fehlgeburt kommen.

Durch einen Nachweis von Antikörpern gegen das Virus im Blut kann der Arzt eine gesicherte Diagnose stellen. Um die Entwicklung des Kindes genau verfolgen zu können und mögliche Komplikationen frühzeitig zu entdecken, wird über einen Zeitraum von 8 bis 10 Wochen jede Woche eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Weitere Untersuchungen, welche den Zustand des Kindes beurteilen lassen sind die Fruchtwasseruntersuchung (vor der 16. Schwangerschaftswoche) und eine kindliche Blutanalyse ab der 17. Schwangerschaftswoche.

Es gibt keine Möglichkeit, gegen das Virus im Körper vorzugehen. Eine Impfung steht auch nicht zur Verfügung. Leidet das ungeborene Kind unter einer Anämie, besteht die einzige Möglichkeit der Behandlung in einer Bluttransfusion für das Kind.

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema