Probleme beim Stillen
Zu wenig Milch
Wenn Frauen zu wenig Milch bilden können, denken viele, bei dieser wichtigen Aufgabe zu versagen. Das gilt als einer der Hauptgründe für das Abstillen.
Oftmals besteht ein Informationsdefizit hinsichtlich eines normalen Stillverhaltens oder der richtigen Stilltechnik. Seltener sind ein komplikationsreicher Geburtsverlauf, ein Ernährungsdefizit der Frau, Medikamenteneinnahme oder eine Krankheit des Kindes ursächlich. Auch mangelnde Ruhezeiten oder Lärmbelastung (TV, Familienlärm etc.) während des Stillvorgangs können ursächlich sein. In manchen Fällen führen anatomische Fehlstellungen im Kieferbereich, z.B. ein stark verkürztes Zungenbändchen, dazu, dass der Säugling nicht richtig saugen kann.
Zunächst sollte man gemeinsam mit dem Gynäkologen die Ursache für den Milchmangel ergründen, um gezielt Abhilfe schaffen zu können. Vielleicht hilft bereits die Erhöhung der Stillfrequenz - ggf. mittels Milchpumpe-, die Verlängerung der Stillzeiten oder eine Änderung der Stillposition.
Als milchbildende Mittel gelten Bockshornkleesamen (Phenum Grecum), Malzbier, Geißraute Tee, Nahrung mit hohem Kohlenhydrat- und Vitamin B-Gehalt (z.B. Vollkorngetreideprodukte, Kartoffeln) sowie Oleum Laktagogum zum Einreiben der Brüste. Oxytocin-Spray (nasal) oder homöopathische Arzneien können ebenfalls helfen.





