Probleme beim Stillen
Infektiöse Brustdrüsenentzündung
Diese Erkrankung tritt zu 98% in den ersten drei Monaten nach der Geburt, vor allem in der zweiten bis dritten Woche auf.
Ganz überwiegend wird die Entzündung durch den bakteriellen Erreger Staphylococcus aureus verursacht, der durch kleinste Verletzungen an den Brustwarzen eintritt. Das Bakterium wird in der Regel aus dem Rachen- oder Nasenraum anderer Personen durch mangelnde Händehygiene übertragen. In seltenen Fällen bieten Pilzinfektionen an den Brustwarzen einen Nährboden für Entzündungen.
Symptome sind schmerzhafte, gerötete und überwärmte Gebiete der Brust, Fieber und Abgeschlagenheit.
Therapiert wird mit Bettruhe, ausreichender Flüssigkeitszufuhr für die Mutter sowie unterstützenden Maßnahmen wie bei einem Milchstau, um die Brust vollständig zu entleeren.
Außerdem ist meist die Gabe von (entzündungshemmenden) Schmerzmitteln und Antibiotika über mindestens 7 bis 10 Tage angezeigt.
In sehr seltenen Fällen, z.B. bei einer akuten beidseitigen Entzündung, kann eine kurze Stillpause unter Abpumpen und Entsorgen der Muttermilch, erwogen werden. Vollständiges und abruptes Abstillen erhöht dagegen die Gefahr von Stauungen. Die Keime sind in der Regel bei Diagnosestellung bereits auf das Baby übertragen und meist unkritisch.





