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Praktische Tipps für das Stillen

Welche Tipps gibt es zum Stillen?


Obwohl Stillen eine natürlicher Vorgang ist, bedarf es etwas Erfahrung, Geduld und Ausdauer bis Mutter und Kind eingespielt sind. Gerade zu Beginn sollte man sich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht gleich reibungslos klappt.
  • Die Nationale Stillkommission hat einen Leitfaden unter http://www.bfr.bund.de/cm/207/stillen_richtiges_anlegen_und_saugen.pdf herausgegeben, in dem Sie nachlesen können, wie das Baby richtig angelegt wird und wie es richtig saugt. Beschäftigen Sie sich ruhig schon während der Schwangerschaft mit diesen Informationen, um sich optimal vorzubereiten.
  • Das Neugeborene sollte möglichst gleich in der ersten Lebensstunde angelegt werden, denn zu diesem Zeitpunkt ist der Such- und Saugreflex am stärksten.
  • Für jeden Stillvorgang sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz und versuchen Sie sich zu entspannen.
  • Stillen nach Bedarf heißt die Devise: Vor allem in den ersten Wochen sollte der Säugling so oft angelegt werden, wie er danach verlangt. Das wird anfangs mindestens acht- bis zehnmal in 24 Stunden sein. In Wachstumsphasen kann sich die Frequenz nochmals erhöhen. Auch nachts muss unbedingt gestillt werden. Auf diese Weise bleibt der Milchfluss aufrechterhalten. Das Hormon Prolaktin beruhigt die Mutter und hilft anschließend beim Weiterschlafen.
  • Die Stilldauer von anfangs mindestens fünf Minuten pro Brust sollte nach Bedarf langsam gesteigert werden.
  • Nicht ganz einfach ist es, die Hungersignale des Babys von anderen Signalen - Müdigkeit, Bauchschmerzen, Zuwendungsbedürfnis usw. -  zu unterscheiden. Sich strecken, unruhig werden oder Lippenbewegungen können erste Hinweise sein.
  • Wichtige Merkmale für eine ausreichende Milchgabe sind glatte rosige Haut des Babys sowie sechs bis sieben nasse Windeln innerhalb von 24 Stunden. Täglicher Stuhlgang ist in den ersten vier bis sechs Wochen ebenfalls normal.
  • Verzichten Sie auf Seife und alkoholhaltige Kosmetika an der Brust, denn sie trocknen die Haut unnötig aus. Dufthaltige Cremes und Öle können den Säugling irritieren.
  • Falls das Abpumpen der Milch erforderlich ist, kann diese bei Raumtemperatur sechs bis acht Stunden, im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahrt werden. Beim Einfrieren sinkt der Vitamingehalt und der Geschmack verändert sich. Die Milch sollte in Glas- oder Hartplastikflaschen aufbewahrt und vor dem Verzehr in einem Flaschenwärmer oder unter fließendem warmen Wasser, nicht in der Mikrowelle, erwärmt werden.
  • Falls die Voraussetzungen für ein Zufüttern gegeben sind, hat die Nationale Stillkommission Empfehlungen für die richtige Technik entwickelt, die unter diesem Link zu finden sind:

http://www.bfr.bund.de/cm/207/zufuetterungstechniken_fuer_gestillte_saeuglingqe.pdf

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