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Pränatale Diagnostik

Nackentransparenzmessung


Ultraschall in der PränataldiagnostikUnter Nackentransparenz (NT) versteht man die mittels Ultraschall darstellbare Flüssigkeitsansammlung unter der Haut des kindlichen Nackens. Ist diese vergrößert, so ist das Risiko für eine Chromosomenstörung (z. B. Trisomie 21/Down-Syndrom) oder eine Fehlbildung erhöht. Hierzu zählen beispielsweise schwere Herzfehler, Fehlbildungen der großen Gefäße, Skelettfehlbildungen und genetische Syndrome.

Mittels gezielter Ultraschalluntersuchung lässt sich die Größe der fetalen Nackentransparenz zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche messen. Kombiniert mit dem mütterlichen Alter können mit dieser effektiven Untersuchungsmethode etwa 75% der Kinder mit einer Trisomie 21 erkannt werden. Wenn gleichzeitig im mütterlichen Blutserum zwei Hormone (freies ß-HCG und PAPP-A) bestimmt werden, steigert sich die Rate erkannter chromosomaler Störungen auf etwa 85%.

Die Nackentransparenzmessung ist eine nicht-invasive Methode, die sich in den letzten Jahren zur bevorzugten Vorgehenseweise zur Risikotestung entwickelt hat. Sie dient der Schwangeren als rational begründete Entscheidungshilfe für oder gegen eine weitergehende invasive Diagnostik (z. B. Amniozentese). Dabei liefert die NT-Messung eine individuelle Risikoermittlung, keine Diagnose! Deshalb ist sie nicht in den Mutterschaftsrichtlinien verankert und auch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

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