Präeklampsie
Ursachen
Was eine Präeklampsie auslöst, ist noch nicht genau bekannt. Es scheint mehrere Ursachen zu geben, die auch zu verschiedenen Auswirkungen führen können. Vermutet wird eine noch nicht endgültig geklärte Beteiligung der Plazenta. Unter anderem wird eine Störung der Plazentation (Bildung und Einnistung der Plazenta) vermutet. Man nimmt an, dass dabei eine Entzündung der mütterlichen Gefäße als überschießende Reaktion auf die Schwangerschaft zu Grunde liegt. Das heißt, der mütterliche Organismus reagiert nicht im normalen Maße, sondern zu stark auf den durch die Schwangerschaft veränderten Zustand im Körper.
Eine andere Erklärungsmöglichkeit ist, dass sich der Körper der Mutter nicht so anpassen kann, wie es für eine Schwangerschaft erforderlich wäre. So könnte es sein, dass die durch die Veränderung der Gebärmutter benötigte größere Blutmenge nicht in ausreichendem Maße produziert werden kann. Dadurch würde es zu einem Engerstellen der Gefäße (Blutdruckerhöhung) kommen, um den Kreislauf stabil zu halten. Eine solche Reaktion des Körpers findet unwillkürlich statt und dient dem Ausgleich der fehlenden Blutmenge. Die Verengung der Gefäße führt jedoch zu einer schlechteren Durchblutung und damit zu einer Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Dauert dieser Zustand an, werden auch Organe in Mitleidenschaft gezogen. Eine Schädigung der Nieren würde beispielsweise eine erhöhte Durchlässigkeit für Eiweiß und dessen erhöhte Ausscheidung über den Harn erklären. Dadurch könnte die Zurückhaltung von Salzen und Wasser in den Zellen und die damit verbundene Entstehung von Ödemen erklärt werden.
Manche Experten vermuten hinter dem Krankheitsbild auch eine Fehl- oder Mangelernährung der Mutter.
Obwohl die Entstehungsgeschichte (Äthiologie) hier nicht eindeutig ist, kann man dennoch Risikofaktoren benennen.





