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Präeklampsie

Therapie


Die Ursachen für die Entstehung einer Präeklampsie sind bislang noch unbekannt. Daher können nur die Symptome, nicht die Ursachen der Erkrankung behandelt werden. Liegt nur eine leichte Schwangerschaftsvergiftung vor, bzw. wird die Präeklampsie rechtzeitig erkannt, ist körperliche Ruhe und Schonung, manchmal auch Bettruhe, oft schon ausreichend. Die betroffene Schwangere sollte sich ausgewogen, eiweiß-, salz- und kalorienreich ernähren. Auf eine kochsalzreduzierte Kost sowie auf entwässernde Mittel (beispielsweise auch entwässernde Tees sollte jetzt ganz verzichtet werden.

Eventuell sind zusätzlich zur Lebensumstellung blutdrucksenkende Mittel notwendig. In bestimmten Fällen ist eine Behandlung mit niedrigdosierter Acetylsalicylsäure hilfreich, z. B. wenn sich die Symptome bereits sehr früh in der Schwangerschaft zeigen oder bereits in einer früheren Schwangerschaft eine Präeklampsie aufgetreten ist.

Nehmen die Beschwerden nicht ab und steigt insbesondere der Bluthochdruck auf mehr als 150 zu 95 Millimeter auf der Quecksilbersäule an, sollte eine stationäre Behandlung, also eine Aufnahme ins Krankenhaus, erfolgen. Hier werden die Symptome überwacht und behandelt, um eine Eklampsie (Krampfanfälle) zu verhindern bzw. rechtzeitig zu erkennen. Zu den Maßnahmen gehören die Senkung des Blutdrucks (durch Gabe von alpha-Methyldopa, beta-Rezeptorblocker, evtl. Hydralazine) und das Abschirmen von Reizen (Verdunkeln des Zimmers, evtl. Gabe von Beruhigungsmitteln wie Valium). Bei der Ausprägung eines HELLP-Syndroms wird man neben der Senkung des Blutdrucks versuchen, die Gerinnung innerhalb der Gefäße durch einen Gerinnungshemmer (z. B. Heparin) zu verhindern und damit Thrombosen zu vermeiden.

Der Schwangeren wird ein Dauerkatheder gelegt, der eine ständige Überwachung der Urinwerte ermöglicht. Die Herztöne des Kindes werden mittel CTG regelmäßig überprüft. Liegt eine schwere Ausprägung vor, muss erwogen werden, die Schwangerschaft durch einen Kaiserschnitt zu beenden, da die Erkrankung für Mutter und Kind lebensgefährlich werden kann.

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