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Präeklampsie

Krankheitsbild


Präeklampsie

Viele Schwangere bekommen gegen Ende der Schwangerschaft Ödeme, also Wassereinlagerungen, z. B. in den Beinen. Bei einer Präeklampsie treten die Ödeme aber zusammen mit einer Erhöhung von Blutdruck und Eiweißausscheidung auf. Nach der Geburt klingen die akuten Beschwerden meist innerhalb von einigen wenigen Tagen ab. Es vergehen in der Regel nicht mehr als vier bis sechs Wochen, bis die Messung von Blutdruck und Harn wieder normal ausfällt.

Ein ähnliches Krankheitsbild hat die Pfropfpräeklampsie.

Bei schweren Verlaufsformen kann es zur Entstehung einer Eklampsie oder eines HELLP-Syndroms kommen.

 

Pfropfpräeklampsie

Eine so genannte Pfropfpräeklamsie liegt vor, wenn bereits vor der Schwangerschaft Bluthochdruck bestanden hat und sich während einer Schwangerschaft weitere Symptome einer Präeklampsie/Gestose (z. B. Proteinurie) „aufpropfen", also dazu kommen und die bisherige Krankheit verstärken.

 

Eklampsie

Eine lebensbedrohliche Komplikation der Präeklampsie ist das Auftreten einer Eklampsie. Dabei liegen neurologische Störungen vor, es besteht insbesondere die Gefahr von Krampfanfällen. Die Schwangere muss sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Es kann zu Komplikationen wie akutem Nierenversagen, Hirnödem, Thrombosen, Netzhautschäden, Blutungen und Plazentainsuffizienz kommen. Eine Eklampsie ist für Mutter und Kind lebensbedrohlich.

Hinweise auf eine Eklampsie sind:

  • Starke Kopfschmerzen
  • Flimmern vor den Augen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Krampfanfälle

 

HELLP-Syndrom

Neben der Eklampsie ist das so genannte HELLP-Syndrom eine der schwersten Formen der Präeklampsie. Ihm liegt eine Störung der Leberfunktion zu Grunde. Das HELLP-Syndrom ist oft mit Gestosen assoziiert. Die Abkürzung setzt sich zusammen aus:

H für Hämolyse (Blutzerfall)
EL für erhöhte Leberwerte (englisch: elevated liver function tests)
LP für niedrige Thrombozytenzahl (englisch: low platelet counts).

Die Hauptsymptome sind:

  • heftiger Schmerz im Oberbauch
  • Übelkeit/Erbrechen
  • evtl. Durchfall

Ein HELLP-Syndrom kann sich in kürzester Zeit (1 Stunde) voll ausprägen. In manchen Fällen kommt es im Vorfeld zu einem plötzlichen Blutdruckanstieg. Es ist jedoch auch möglich, dass die Symptomatik nicht so deutlich ausgeprägt ist. Aufschluss darüber, ob ein HELLP-Syndrom vorliegt, geben erst Laboruntersuchungen.

Inzwischen weiß man übrigens, dass das HELLP-Syndrom auch ohne vorherige Präeklampsie-Symptome auftreten kann. Insbesondere das Auftreten des HELLP-Syndroms vor der 34. Schwangerschaftswoche wird eher auf vorbestehende Erkrankungen oder genetische Einflüsse zurückgeführt. Die Symptome eines HELLP-Syndroms verschwinden im Normalfall schon wenige Tage nach der Geburt, bleibende Schäden sind selten. Manchmal wird von Störungen des Kurzzeitgedächtnisses berichtet.

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