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Pille

Vorteile & günstige Wirkungen


Mikropille - die sicherste Methode

Der größte Vorteil der Mikropille im Vergleich zu vielen anderen Verhütungsmethoden ist sicherlich der hohe Sicherheitsfaktor. Mit einem Pearl-Index von 0.1 bis 0.9 bietet sie von allen Verhütungsmitteln den höchsten Schutz vor einer Schwangerschaft. Gleichzeitig ist sie gut verträglich, erlaubt spontanen Sex und kann, z. B. bei Kinderwunsch, jederzeit abgesetzt werden.

Außerdem hat die Pille zahlreiche günstige Zusatzwirkungen. So lindert die regelmäßige Anwendung Zyklusunregelmäßigkeiten und menstruationsbezogene Beschwerden, schmerzhafte Blutungen, unter denen vor allem junge Mädchen häufig leiden, Blutungsstärke und -dauer nehmen ab. Das Auftreten von gutartigen Zysten in der Brust oder in den Eierstöcken, von einer Anämie (Blutarmut) und von aufsteigenden Genitalinfektionen wird verringert und die Einnahme reduziert das Risiko für Eierstock- und Gebärmutterkörperkrebs deutlich. Eileiterschwangerschaften und Eierstockentzündungen treten deutlich seltener auf. Da Östrogene einen positiven Einfluss auf die Knochendichte haben, wird durch die Einnahme von Ethinylestradiol, wie es in der Pille enthalten ist, die Knochenmasse nicht reduziert und damit letztendlich das Osteoporose-Risiko gesenkt.

Zusätzlich können bei der Mikropille bestimmte Gestagen-Komponenten, wie z. B. Dienogest und Drospirenon, Hautunreinheiten und schnell fettende Haare günstig beeinflussen. Auch einer vermehrten Wassereinlagerung und somit einer Gewichtszunahme wird durch spezielle Gestagene, wie z. B. Drospirenon, entgegen gewirkt.

 

Gute Zyklus-Kontrolle

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Pillen-Anwenderinnen meist auf den Tag genau wissen, wann ihre monatliche Blutung einsetzt und wie lange sie dauert. Gegebenfalls kann die Periode auch vorverlegt oder hinausgeschoben werden, Vorraussetzung dafür ist die Einnahme eines Einphasenpräparates. Beim Vorverlegen wird auf die letzten maximal 7 Dragees einer Zykluspackung verzichtet und dadurch die Blutung um die entsprechende Zahl von Tagen vorverlegt. Gebräuchlicher ist aber das Hinausschieben der Blutung. Dabei wird auf die 7-tägige Pause verzichtet und sofort mit der neuen Zykluspackung begonnen. Es werden so viele Dragees zusätzlich eingenommen, wie die Blutung nach hinten verschoben werden soll. Auch eine durchgehende Einnahme, z. B. jeweils über drei Monate ohne Pillenpause ist mit bestimmten Präparaten möglich (Langzyklus).

Die Pille beeinflusst keinesfalls die Fruchtbarkeit. Selbst nach langjähriger Einnahme werden die meisten Frauen nach Absetzten der Pille, soweit sie sonst keine Auffälligkeiten aufweisen, schnell schwanger. Nach einem Jahr unterscheidet sich die Schwangerschaftsrate von Frauen, die vorher mit einer Pille verhüteten, nicht von der bei Frauen ohne vorherige Pillen-Einnahme.

  

Minipille

Die Minipille wird im Allgemeinen gut vertragen. Da sie nur ein Gestagen und das in sehr niedriger Konzentration enthält, sind Nebenwirkungen minimal. Allerdings können anfangs vermehrt Zyklusunregelmäßigkeiten auftreten. Günstige Auswirkungen hat die Minipille gelegentlich bei starken Regelschmerzen, doch sind auf Grund der minimalen Zyklusbeeinflussung positive Zusatzeffekte letztendlich im Allgemeinen nicht zu erwarten.

Verschiedene Gestagen-Komponenten

Der Gestagenanteil in der Pille hat die Aufgabe, den Eisprung zu hemmen, den Schleimpfropf am Gebärmutterhals für Spermien undruchdringbar zu machen und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut so zu verändern, dass sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Einige Gestagene haben noch weitere günstige Wirkungen, z. B. auf Haut und Haare oder auf Wassereinlagerungen im Körper. Folgende Gestagene werden derzeit in hormonellen Verhütungsmitteln eingesetzt:

 

Gestagen

antiandrogene Wirkung

(vermindert Hautunreinheiten, Pickel und fettige Haare)

antimineralokortikoide Wirkung

(vermindert Wasser-einlagerungen, führt zu Gewichtsneutralität)

Chlormadinonacetat (CMA)

ja

nein

Cyproteronacetat*

ja

nein

Desogestrel

nein

nein

Dienogest

ja

nein

Drospirenon

ja

ja

Etonogestrel

nein

nein

Gestoden

nein

nein

Levonorgestrel

nein

nein

Lynestrenol

nein

nein

Medroxyprogesteronacetat

nein

nein

Norethisteron

nein

nein

Norethisteronacetat

nein

nein

Norgestimat

nein

nein

* Cyproteronacetat-haltige Präparate sind ausschließlich zur Therapie von schwerer Akne und vermehrter Behaarung, nicht jedoch als Verhütungsmittel, zugelassen

 

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