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Pille

Mögliche Nebenwirkungen


Mikropille

Nebenwirkungen durch die Pilleneinnahme treten in der Regel selten auf und sind meist von geringem Ausmaß. Typische Beschwerden in den ersten Zyklen nach Beginn der Einnahme können Zwischenblutungen, Übelkeit oder Brustspannen sein. Auch Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen können auftreten. Da der Körper eine gewisse Zeit braucht, bis er sich auf die veränderte hormonelle Situation einstellt, sollte das Präparat - in Absprache mit dem Frauenarzt - etwa 3 bis 6 Monate eingenommen werden, bevor sich abschätzen lässt, wie es vertragen wird und ob es alle Wünsche der Anwenderin erfüllt. Meist bessern sich anfängliche Beschwerden in dieser Zeit von selbst. Ist das nicht der Fall, kann eine Pille mit anderer Hormonkonzentration oder einem anderen Gestagen vom Arzt ausgewählt werden.

Bei einigen Frauen können die Östrogene der Pille dazu führen, dass Wasser ins Körpergewebe eingelagert wird. Dadurch kann auch eine leichte Gewichtszunahme erfolgen, oder die Beine können bei langem Stehen anschwellen.

Zu den wichtigsten und schwerwiegendsten Komplikationen, die durch die Einnahme der Pille gefördert werden können, zählen Thrombosen. Doch treten sie vor allem bei Frauen auf, die auch andere Risikofaktoren haben. Vor allem die familiäre Vorbelastung, aber auch Rauchen, starkes Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Langstreckenflüge können das Thromboserisiko erhöhen. In diesen Fällen muss genau abgewogen werden, ob das Risiko vertretbar ist oder nicht.

Die Anwendung der Mikropille führt möglicherweise zu einer leichten Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Nach dem Absetzen geht das Risiko innerhalb von 5 Jahren aber wieder zurück. Normalerweise benötigt ein Brustkrebs zur Entstehung 15 bis 20 Jahre. Die Pille bewirkt also nicht die Entstehung, sondern fördert möglicherweise das Wachstum vorhandener Tumoren. Es wurde jedoch beobachtet, dass Brustkrebs, der während der Pilleneinnahme entdeckt wird, meist weniger aggressiv ist und eine bessere Prognose hat. Gleichzeitig verringert die Einnahme der Pille das Risiko, an Gebärmutterkörper- oder Eierstockkrebs zu erkranken, um etwa die Hälfte.

 

Minipille

Der größte Nachteil der Minipille ist die schlechte Kontrolle des Zyklus. Bei jedem zweiten bis dritten Zyklus kommt es zu Menstruationsstörungen, wie Schmierblutungen oder Durchbruchblutungen. Außerdem können die Zyklen sehr kurz oder auch stark verlängert sein. Manchmal bleibt die Menstruation komplett aus, was die Frau beunruhigt.

Fast jede Minipille muss täglich zur exakt gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Wird die Minipille einmal vergessen, kann sie nur innerhalb von maximal 3 Stunden nachgenommen werden, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird. Kommt es trotz Einnahme zu einer Schwangerschaft, ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöht, da das Gestagen in der Minipille den Eitransport stört.

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