Frauenärzte im Netz

Pille

Fakten im Kurzüberblick


Sicherheit

Mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 bietet die Mikropille eine ausgesprochen große Sicherheit vor einer ungewünschten Schwangerschaft.

Der Pearl-Index der Minipille liegt bei korrekter Anwendung etwa bei 0.5, in der Praxis aber, bedingt durch das Einnahmeschema, bei etwa 3 bis 4. Alle Minipillen müssen täglich zur exakt gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Wird die Minipille einmal vergessen, kann sie nur innerhalb von max. 3 Stunden nachgenommen werden, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird. Die Minipille ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Für wen geeignet?

  • für Mädchen und Frauen, die eine sichere und gut verträgliche Verhütung wünschen
  • für Mädchen und Frauen, die eine unkomplizierte Handhabung bevorzugen
  • für Mädchen und Frauen, die unter einem prämenstruellen Syndrom leiden
  • für Mädchen und Frauen, die einen Zusatznutzen für Haut und Haare erwarten
  • die Langzyklus-Anwendung einer Mikropille ist für Mädchen und Frauen ratsam, die nur noch vier oder weniger Monatsblutungen im Jahr haben möchten oder die in der 7-tägigen Einnahmepause Beschwerden haben
  • die Minipille ist besonders für stillende Frauen geeignet

 

Vorteile

  • erlaubt spontanen Sex
  • einfache Anwendung bei hoher empfängnisverhütender Sicherheit
  • kein Einfluss auf die spätere Fruchtbarkeit
  • bietet zahlreiche therapeutische Zusatznutzen
  • kann das Risiko für einige Karzinome reduzieren
  • abhängig vom Gestagen positive Auswirkungen auf Haut und Haar
  • schützt - abhängig von der Gestagenkomponente - vor Wassereinlagerungen
  • abgeschwächte Blutungen bzw. beim Langzyklus weniger Blutungen
  • unkompliziert zu transportieren; passt in jede Handtasche

 

Nachteile

  • es gibt in seltenen Fällen Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen
  • kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • regelmäßige Einnahme notwendig, bei der Minipille ist besondere Disziplin gefordert
  • nach Einnahmefehlern, Erbrechen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibiotika) kann die Wirkung der Pille beeinträchtigt sein, es muss zusätzlich mit anderen Methoden verhütet werden

 

Mögliche Nebenwirkungen

  • Schmier- und Zwischenblutungen (vor allem bei der Minipille)
  • Übelkeit
  • Brustspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • schwerwiegende Nebenwirkungen wie Thrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall sind selten und betreffen fast ausschließlich Risikopatientinnen

 

Kosten

Die Kosten der Pille belaufen sich auf ca. 5 bis 13 Euro pro Monat. Sie ist verschreibungspflichtig. Bis zum 20. Lebensjahr werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema