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Osteoporose

Ursachen


Östrogenmangel

Bei der Osteoporose können verschiedene Mechanismen dafür verantwortlich sein, dass der Knochenstoffwechsel grundlegend gestört ist. Die häufigste Ursache ist der Östrogenmangel bei Frauen nach den Wechseljahren. Er führt zu einem gesteigerten Knochenstoffwechsel, einem Ungleichgewicht zwischen Knochen abbauenden (Osteoklasten) und Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) zu Gunsten der Ersteren, und so zu einer Abnahme der Knochensubstanz.

Der Zusammenhang zwischen dem Östrogenspiegel im Körper und dem Knochenstoffwechsel macht sich auch nach einer Schwangerschaft bemerkbar. Während einer Stillperiode gibt die Mutter mit der Milch täglich etwa 500 mg Kalzium an ihr Kind ab. Wird dies nicht durch eine verstärkte Kalziumeinlagerung kompensiert, kann eine Osteoporose entstehen. Daher sollte bereits während der Schwangerschaft auf eine vermehrte Einnahme von Kalzium und Vitamin D geachtet werden.

Weitere hormonelle Ursachen

Daneben können hormonelle Erkrankungen den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen. Dazu gehören etwa eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Wachstumshormonmangel oder ein Mangel an Sexualhormonen in der Pubertät oder im Alter. Zudem beeinflussen einige chronische Erkrankungen die Aufnahme oder Abgabe von Kalzium in den Knochen. Eine Nierenschwäche, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder des Darms (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Magersucht oder eine Milchzuckerunverträglichkeit zählen deshalb zu den Risikofaktoren für die Entstehung einer Osteoporose. Auch Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Morbus Bechterew können zu Knochenschäden führen.

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