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Osteoporose

Krankheitsbild


Schmerzen

Die Osteoporose kann mehrere Jahre unentdeckt bleiben. Meist wird sie erst durch das Auftreten von Knochenbrüchen, Verformungen oder starken Schmerzen bei bestimmten Bewegungen diagnostiziert. Typisch für die Osteoporose ist ein schlagartig einsetzender Rückenschmerz bei einem Wirbelkörperbruch, der in einen chronischen Schmerz übergehen kann. Dieser Schmerz kann zu Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angst oder Depressionen führen. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kommt es zu Muskelverspannungen, weiteren Knochenbrüchen und Haltungsschäden. Bleibt die Osteoporose unbehandelt, kann die Krankheit bis zur Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) führen.

Verringerung der Körpergröße

Am häufigsten treten Brüche der Wirbelkörperknochen auf. Diese können zu Fehlstellungen und dauerhaften Veränderungen des Skeletts führen. Dazu zählt eine Größenabnahme von bis zu 20 Zentimetern. Durch eine solche Rumpfverkürzung kann es zu schmerzhaften Berührungen von unterem Rippenbogen und Beckenkamm kommen. Auch im Bereich der Halswirbelsäule treten Brüche auf, die zu einer gekrümmten Kopfhaltung führen können.

Witwenbuckel

Das typischste Anzeichen einer veränderten Körperhaltung ist der so genannte Rundrücken oder Witwenbuckel. Auf Grund von starken Rückenschmerzen nehmen die Betroffenen eine Schonhaltung ein, bei der sich die Wirbelsäule im Brustbereich verstärkt nach hinten und im Lendenbereich nach vorne krümmt. Gleichzeitig wird der Bauch nach vorne geschoben und auf dem Rücken bilden sich charakteristische Hautfalten aus, die als „Tannenbaumphänomen" bezeichnet werden. Auf Grund der Verlagerung des Körperschwerpunktes nach vorne, wird der Gang unsicher und kleinschrittig. Die Fehlbelastung kann eine Arthrose der Kniegelenke zur Folge haben.

Durch die Veränderung der Körpergestalt entstehen neue Belastungen der Muskelfasern. Muskelverhärtungen, die häufig im Rückenbereich sichtbar werden und starke Schmerzen verursachen, können die Folge sein. Langfristig kommt es durch die Fehlbelastung zu Muskelverkürzungen, welche die falsche Haltung weiter begünstigen. Die Abnahme der Körpergröße und die Verkrümmung der Wirbelsäule führen außerdem zu einer Verkleinerung des Brustraums, aus der eine gestörte Atemfunktion resultieren kann.

Zahnausfall

Da die Osteoporose das gesamte Skelett betrifft, sind auch die verknöcherten Wurzelhöhlen der Zähne von der Erkrankung betroffen. Patienten mit einer stoffwechselbedingten Erkrankung der Knochen klagen deshalb häufig über Zahnausfall oder Lockerung der Zähne. Daneben kann eine dünne Haut ein weiteres Symptom darstellen.

Bewegungseinschränkung

Vor allem alte Menschen sind durch Knochenbrüche stark gefährdet - je nachdem, welcher Knochen betroffen ist, kann eine Bewegungsunfähigkeit der Beine oder des Oberkörpers die Folge sein. Eine Immobilisierung führt zu einem Teufelskreis, da sie das Voranschreiten der Osteoporose noch weiter beschleunigt.

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