Operative Eingriffe
Kürettage
Nach einer Fehlgeburt werden die Reste des Embryos und des Mutterkuchens aus der Gebärmutterhöhle entfernt, damit es zu keiner Infektion kommen kann. Auch bei anderen Erkrankungen der Gebärmutter (z. B. Gebärmutterkörperkrebs) kann eine Kürettage zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zur Abrasio wird die Kürettage mit einem stumpfen Löffel oder mit einem speziellen elektrischen Gerät durchgeführt (Saugkürettage).
Das bei einer Saugkürettage gewonnene Material kann der Arzt im Labor auf genetische Defekte untersuchen und möglicherweise die Ursache für den Abort finden. Da diese Untersuchung sehr aufwändig und teuer ist, sollte sie jedoch erst nach wiederholter Fehlgeburt in Betracht gezogen werden.
Auch Schwangerschaftsabbrüche erfolgen oft mittels Saugkürettage.
Bei einer so genannten Aspirationskürettage gewinnt der Arzt über eine dünne Sonde nur wenig Gebärmutterschleimhaut für diagnostische Zwecke. Dieser Eingriff erfolgt ohne Narkose.
Gelegentlich treten nach einer Kürettage Fieber, Schmerzen und starke Blutungen auf. In diesem Fall sollte sofort der Frauenarzt oder ein Facharzt verständigt werden.





