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06.07.2007

Kalzium und Vitamin D schützen ältere Frauen vor Krebs

Kalzium und Vitamin D sind nicht nur für den Knochenaufbau wichtig, sondern schützen offenbar auch vor Krebserkrankungen. In einer vierjährigen amerikanischen Studie senkte die zusätzliche Gabe dieser beiden Nährstoffe bei Frauen über 55 Jahren das Krebsrisiko um mindestens 60%.

Die mehr als 1.000 Teilnehmerinnen nahmen im Verlauf der Untersuchung entweder Kalzium und Vitamin D oder nur Vitamin D oder aber ein wirkungsloses Scheinpräparat (Placebo) ein. Die Kombination beider Nährstoffe senkte im Vergleich zur Placebo-Gruppe das Krebsrisiko um 60%. Vitamin D allein verringerte die Wahrscheinlichkeit um 47%, wie die Ernährungsforscher der Universität Omaha berichten. Ignorierten die Wissenschaftler bei der Datenauswertung jene Tumorerkrankungen, die im ersten Jahr der Studie diagnostiziert wurden und damit vermutlich schon zu Studienbeginn vorhanden waren, so war der Schutzeffekt noch stärker ausgeprägt.

Milch und gemäßigtes „Sonnenbaden" liefern Kalzium und Vitamin D
Die Hauptlieferanten des Menschen für Kalzium sind Milch und ihre Produkte. Vitamin D ist kein Vitamin im eigentlichen Sinne, da es - im Gegensatz zu den echten Vitaminen - vom Körper selbst aus Cholesterol gebildet werden kann. Dies geschieht in der Haut unter Einwirkung von UV-Licht. Vitamin D kann nur in relativ geringen Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden. Allenfalls Fisch, Eigelb, Milch und Milchprodukte oder Rinderleber und allen voran Lebertran enthalten nennenswerte Mengen Vitamin D. Lange Lagerungszeiten macht Vitamin D nichts aus, sodass es in geringen Mengen auch in Käse, Sahne oder Butter enthalten ist. Säuglingsnahrung und Margarine werden oft zusätzlich mit Vitamin D angereichert. 

Eine Schwangerschaft und auch hohes Alter begünstigen einen Vitamin D-Mangel. Der Organismus stellt im Alter weniger Vitamin D her, zudem halten sich ältere Menschen selten in der Sonne auf und müssen deshalb besonders auf eine ausreichende Vitamin D-Zufuhr achten.

Verschiedene Meldungen zum Thema "Ernährung" auch unter http://www.aerzte-im-netz.eu/



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