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05.07.2007

Frauen sprechen besser auf HIV-Therapie an als Männer

HIV-infizierte Frauen, die eine antiretrovirale Behandlung beginnen, reagieren im Mittel mit einer besseren Antwort ihres Immunsystems als Männer. Dies ist das Ergebnis einer spanischen Studie, an der 2620 teils vorbehandelte, teils nicht vorbehandelte HIV-Patienten teilgenommen haben. Die Teilnehmer, von denen fast 72 % männlichen Geschlechts waren, wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten nach Therapiebeginn beobachtet.

Im Durchschnitt hatten die teilnehmenden Männer vor Therapiebeginn weniger CD4-Zellen (auch CD4-Zellen, T4-Zellen oder auch T4-Helferzellen genannt) und eine höhere Viruslast als Frauen, die an der spanischen Studie teilnahmen. Bei einer HIV-Infektion dringt das Virus in die CD4-Zellen ein und vermehrt sich in Ihnen. Erwartungsgemäß nahm die CD4-Zellzahl bei den bisher unbehandelten Teilnehmern in den ersten drei Monaten am stärksten zu. Frauen profitierten jedoch bereits drei Monate nach Behandlungsbeginn über einen höheren Anstieg ihrer CD4-Zellzahl im Vergleich zu den teilnehmenden Männern. Die Viruslast sank bei beiden Geschlechtern zwar im gleichen Maße ab, die zu Beginn bestehende geringere Viruslast der Frauen blieb jedoch bestehen. Bei den männlichen Studienteilnehmern sank die Viruslast nicht schneller ab.

Während des Beobachtungszeitraums hatten Männer ein höheres Risiko, dass sich ihre Erkrankung weiterentwickelte als Frauen. Auch ihr Risiko in diesem Zeitraum zu versterben war höher als das der weiblichen Teilnehmer. Entsprechend verbesserte sich der Allgemeinzustand der Frauen schneller als derjenige der Männer.

Lediglich im Hinblick auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen schnitten die Frauen schlechter ab als die Männer - sie waren hiervon häufiger betroffen.

Verschiedene Meldungen zum Thema unter http://www.aerzte-im-netz.eu/

Weitere Informationen unter http://www.hiv-info.de/



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