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17.12.2007 Studie: Grippe während Schwangerschaft erhöht Schizophrenie-Risiko beim Nachwuchs
Risiko für Schizophrenie um das Achtfache erhöhtIn der Untersuchung wurde deutlich, dass ein erhöhtes Schizophrenie-Risiko des Nachwuchses tatsächlich mit bestimmten Ereignissen während der Schwangerschaft in Zusammenhang steht. So erhöht sich die Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit beispielsweise bei Frühgeborenen (in bzw. vor der 37.Schwangerschaftswoche) um den Faktor 1,5, durch Nicht-Teilnahme der Mutter an der Schwangerenvorsorge um den Faktor 2 und bei Geburtskomplikationen um den Faktor 2,4. Hatte die Mutter im Verlauf ihrer Schwangerschaft eine Grippe-Erkrankung durchgemacht, war das Risiko für eine spätere Schizophrenie-Erkrankung mit dem Faktor 8,2 am größten. „Dies ist nicht die erste Studie, die eine Influenza-Erkrankung während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Schizophrenie-Risiko des Nachwuchses in Verbindung bringt", fügt Dr. Wojcinski hinzu. „Andere Untersuchungen legten nahe, dass eine Grippe-Erkrankung in der ersten Hälfte der Schwangerschaft das Risiko des ungeborenen Kindes, eine Schizophrenie zu entwickeln, 3- bis 7-fach erhöhen könnte. Jüngst wurde im Tiermodell deutlich, dass offenbar ein mütterlicher Immunbotenstoff - das Interleukin-6 -, der bei einer Grippe-Virus-Infektion ausgeschüttet wird, für die fetale Fehlentwicklung, die zu einer Schizophrenie führen kann, ursächlich ist. Bedenkt man, dass das Lebenszeit-Risiko für eine schizophrene Erkrankung bei 1% liegt, dann ist eine Steigerung auf 8% nicht zu vernachlässigen", gibt der Gynäkologe zu bedenken. Mehr als 26.000 Personendaten ausgewertetDie aktuelle Untersuchung basiert auf Aufzeichnungen verschiedener dänischer Bevölkerungs- und Geburten-Register sowie auf Angaben zu Schizophrenie-Erkrankungen durch den Psychiatrischen Dienst. Diese Datenbanken ermöglichten es den Wissenschaftlern, entsprechende Studienteilnehmer und die Identität von deren Müttern zu ermitteln. Zudem konnten wichtige Informationen wie beispielsweise zum damaligen Schwangerschaftsverlauf oder der Art der Entbindung in Erfahrung gebracht werden, deren Einfluss auf das Schizophrenie-Risiko untersucht werden sollte. Neben diesen medizinischen Aspekten wurden noch weitere Faktoren wie die Teilnahme der Mutter an der Schwangerenvorsorge sowie der sozioökonomische Hintergrund der Familien in der Untersuchung berücksichtigt. Weitere Meldungen zum Thema:
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