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06.12.2007 Familiäre Situation beeinflusst den Eintritt der Pubertät bei Mädchen
Die Intension der Forscher war es, ein älteres Modell (von Jay Belsky) zu überprüfen, welches bereits 1991 einen Zusammenhang zwischen den familiären Bedingungen und dem Reifeprozess von Kindern beschrieb. Nach der Theorie von Belsky beeinflussen frühkindliche Erfahrungen mit bestimmten Stressoren rund um das Familienleben die Entwicklung der Kinder. Dabei beschleunigen ungünstige Bedingungen die Pubertät sowie auch den Zeitpunkt der sexuellen Aktivität. Bei diesen Stressoren handelt es sich um Ehestreitigkeiten sowie schwierige unter Druck stehende Eltern-Kind-Beziehungen und ein Mangel an gegenseitiger Unterstützung. Um diese Theorie zu überprüfen, untersuchten die Wissenschaftler um Bruce J. Ellis Familien von 227 Vorschulkindern über einen längeren Zeitraum. Dabei berücksichtigten sie insbesondere potentielle Stressoren wie sozioökonomische Bedingungen im Familienleben, Ehestreitigkeiten, väterliche Depressionen und das Ausmaß der Unterstützung der Kinder durch das Elternhaus. Diese Rahmenbedingungen wurden mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt, den die Eltern ausfüllten sollten. Die Forscher maßen den Hormonspiegel von insgesamt 120 Kindern - darunter 73 Mädchen - und schauten, ob im Alter von 11 Jahren schon Anzeichen der Pubertät vorlagen. Die Ergebnisse der Studie bestätigten die Aussage des früheren Modells, wonach das Familienleben einen großen Einfluss auf den Zeitpunkt des Eintritts der Pubertät und dadurch auch auf die spätere psychische und physische Gesundheit der Kinder hat. Mädchen aus sozial schwachen Elternhäusern mit vielen Ehestreitigkeiten und depressiven Vätern erreichen früher ihre Geschlechtsreife. Hingegen lässt ein stabiles Elternhaus Mädchen später pubertieren. Die Wissenschaftler erhoffen sich, mit einem besseren Bild über die Einflüsse der Pubertät auf das spätere Leben, vorbeugende Strategien für besonders gefährdete Mädchen zu entwickeln. Weitere Meldungen zum Thema:
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