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01.12.2011

Impfstatus durch Frauenarzt überprüfen lassen

Weil Gynäkologen für Frauen zwischen 12 und 55 Jahren oft die einzigen medizinischen Ansprechpartner sind, ist es sinnvoll, den aktuellen Impfstatus beim routinemäßigen Frauenarzt-Besuch überprüfen zu lassen. „Mädchen und Frauen können sich beim Frauenarzt zu Impfungen beraten lassen und gegebenenfalls dort auch notwendige Impfungen nachholen oder auffrischen lassen. Dafür sollten sie dann den Impfpass mitbringen, damit der Gynäkologe den Impfstatus beurteilen kann", rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Impfungen spielen bei der Gesundheitsförderung in allen Lebensphasen der Frau eine große Rolle und können auch in der frauenärztlichen Praxis wahrgenommen werden.

Standard-Impfungen

Bei Jugendlichen können versäumte Kinder-Standardimpfungen - beispielsweise gegen Masern, Mumps oder Röteln - nachgeholt werden, die in jüngeren Jahren nicht vervollständigt wurden. Vor der Aufnahme des ersten Geschlechtsverkehrs ist es zudem sinnvoll und empfohlen, die Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) zu erhalten, die vor HPV-Infektionen und dadurch auch vor Gebärmutterhalskrebs schützt. „Zu diesem Zeitpunkt ist der Nutzen der HPV-Impfung am größten, da in der Regel noch kein Kontakt mir den krebsauslösenden Erregern stattgefunden hat, die beim Sexualverkehr übertragen werden", rät der Gynäkologe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch sollten einen vollständigen Impfschutz aufbauen, um Komplikationen während der Schwangerschaft zu vermeiden und das Neugeborene durch die Leihimmunität, den so genannten Nestschutz, in den ersten Wochen und Monaten passiv zu schützen. „Frauen mit Kinderwunsch brauchen vor allem eine Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Weil Keuchhusten sehr gefährlich für Säuglinge werden kann, sollten beide Elternteile und alle anderen Personen, die Kontakt zum Baby haben, auch dagegen geimpft sein", erklärt der Präsident des BVF.

Schwangerschaft

Schwangeren wird während der Grippe-Saison die Impfung gegen Influenza empfohlen. Bei gesunden Frauen ist eine Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei Frauen mit chronischen Erkrankungen - wie beispielsweise Asthma - schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Auffrischimpfungen

Auch im höheren Lebensalter werden regelmäßige Auffrischimpfungen empfohlen. Die Standardimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus sollten alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Darüber hinaus ist auch ein jährlicher Grippe-Impfschutz und ab 60 Jahren eine Pneumokokken-Impfung für alle Erwachsenen ratsam.

Die Pressemeldung des BVF ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben.
Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVF,
www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.



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