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01.12.2010

25 Jahre Aidsprävention in Deutschland

Vor 25 Jahren sorgten die ersten HIV-Fälle in der Bevölkerung für große Verunsicherung. Fachliche Informationen waren schnell und dringend notwendig, so dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Spätherbst 1985 die ersten Informationsmedien zum Thema HIV/Aids an alle Haushaltungen verschickte. 1987 wurde die Kampagne "GIB AIDS KEINE CHANCE" gestartet und 1990 ging der TV-Klassiker "Supermarkt" (Tina, wat kosten die Kondome?) auf Sendung. Seitdem ist die Kampagne ständig weiterentwickelt worden.

Wichtigstes Ziel der Kampagne war und ist es bis heute, möglichst viele Neuinfektionen mit HIV zu verhindern. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Strategie zur Bekämpfung von HIV/Aids in Deutschland lag von Anfang a darin, Menschen in sexuellen Situationen zur Nutzung von Kondomen zu motivieren. Im Laufe der Jahre erreichte das Wissen, wie man sich wirksam vor HIV schützen kann, schnell ein hohes und konstantes Niveau und auch das Schutzverhalten baute sich kontinuierlich auf. 1987 gaben nur 54 Prozent der Befragten mit mehreren Sexualpartnern an, sich immer, häufig oder gelegentlich mit Kondomen zu schützen, 2009 stieg ihr Anteil auf 84 Prozent.

Von Anfang an hat sich mit der Aidsaufklärung in Deutschland auch schnell eine stabile soziale Norm gegen Diskriminierung und Stigmatisierung entwickelt. Dennoch erleben Betroffene ihre konkrete Lebenssituation oft immer noch als problematisch und befürchten bei Offenlegung ihres HIV-Status massive Nachteile wie zum Beispiel den Verlust des Arbeitsplatzes, aber auch Ablehnung und Ausgrenzung im Familien- und Freundeskreis. Deshalb hat die BZgA zum diesjährigen Welt-Aids-Tag die Antidiskriminierungskampagne "Positiv zusammen leben - aber sicher" gestartet. Erstmalig in Europa stehen bei einer nationalen Kampagne authentische Menschen mit HIV und ihnen nahestehende Menschen ohne HIV öffentlich im Mittelpunkt. Zentrale Plattform der Kampagne ist die Internetseite http://www.welt-aids-tag.de



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