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10.12.2010 Gewicht und Bewegungsmangel oft Ursache für Krebs
Es seien „sehr häufige Krebsarten", die mit Übergewicht und einem Mangel an Bewegung zusammenhingen, sagte die Wissenschaftlerin und nannte als Beispiele Darm- und Brustkrebs. Während Darmkrebs vor allem in Zusammenhang mit Bewegungsmangel gesehen werde, gehe es bei Speiseröhren-, Nieren- und Leberkrebs um Übergewicht. Bei Brustkrebs nach den Wechseljahren spielten beide Faktoren eine Rolle. Die überzähligen Pfunde erhöhten nicht nur den Östrogenspiegel, sondern verschlimmerten auch Entzündungen im Körper, die bei vielen Krebsarten relevant seien. Derzeit werde aber untersucht, ob auch andere Mechanismen - etwa die Reparatur der DNA - durch mehr Sport positiv beeinflusst werden können. Dass der Beitrag von Übergewicht und mangelnder Bewegung an den Krebserkrankungen in Deutschland niedriger ist als in den USA, führte Ulrich darauf zurück, dass „wir noch nicht so ein Übergewichtsproblem" haben. In Deutschland spiele dafür das Rauchen noch eine größere Rolle als in den USA. Dort seien Krebserkrankungen auf dem Vormarsch, die in Zusammenhang mit Übergewicht stünden, etwa Speiseröhren- und Leberkrebs. „Speiseröhrenkrebs hat man eigentlich fast nie gesehen in den USA. Und in den letzten 20 Jahren geht es dramatisch rauf", sagte Ulrich, die von einer „Epidemie" sprach. Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass Sport während der Krebsbehandlung - anders als noch vor einigen Jahren - nicht mehr als Tabu gesehen wird. „Dass allgemein ein Sportprogramm machbar ist, das ist auf jeden Fall gegeben", sagte Ulrich. Zuvor sollten aber gewisse Risiken abgeklärt werden - etwa das von Knochenmetastasen. Außerdem müsse bei Brustkrebspatientinnen mit Lymphödemen - Wasseransammlungen in Gliedmaßen - das Training angepasst werden. Eine Studie an Brustkrebspatientinnen zum Thema Bewegung als Therapie gegen Erschöpfung läuft derzeit am NCT und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Weitere Meldungen zum Thema:
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