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12.11.2010

Präeklampsie: Mechanismus des Blutdruckanstiegs teilweise aufgeklärt

Britische Wissenschaftler haben eine mögliche Erklärung für den Blutduckanstieg bei Präeklampsie gefunden. Präeklampsie ist eine nur in der Schwangerschaft auftretende Erkrankung, die durch erhöhten Blutdruck (Hypertonie) und vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) gekennzeichnet ist. Bekannt ist, dass die schwangerschaftsspezifische Erkrankung im Mutterkuchen, der Plazenta, ihren Ursprung nimmt.

Es war den Forschern möglich, den Bildungsweg eines Moleküls - des Angiotensins - zu entschlüsseln, das bei der hormonellen Blutdruckregulation eine zentrale Rolle spielt. Angiotensin hat eine stark gefäßverengende Wirkung, was letztlich das Blutdruckanstieg zufolge hat. Auch stellten sie fest, dass ein Vorläufermolekül des Angiotensins, das so genannte Angiotensinogen bei Frauen mit Präeklampsie in höherer Konzentration im Blut vorliegt. Die Forscher vermuten, dass die Umsetzung von Angiotensinogen in Angiotensin bei Frauen mit Präeklampsie verstärkt erfolgt und, dass das Signal hierfür aus der Plazenta kommt. Sie können allerdings noch keine Aussagen darüber machen, warum es zu dieser vermehrten Umsetzung und Bereitstellung von Angiotensin kommt. Die Gruppe um Robin Carrell von der Universität Cambridge hat ihre Forschungsergebnisse im Fachmagazin „Nature" veröffentlicht (2010; doi:10.1038/nature09505).



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