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27.10.2010 Studie: Parodontitis-Behandlung senkt Frühgeburtsrisiko offenbar deutlich
Die aktuelle Untersuchung wurde mit 322 Schwangeren durchgeführt, die unter Parodontitis litten und bei denen das Frühgeburtsrisiko als hoch eingeschätzt wurde. Die Hälfte der Studienteilnehmerinnen erhielt eine zahnmedizinische Sanierung, mit Entfernung der Beläge und Reinigung der Wurzeloberflächen. Bei zwei Drittel der Frauen war die Behandlung nicht erfolgreich, da bei ihnen 20 Wochen später wieder eine schwere Parodontitis diagnostiziert wurde. Diejenigen Probandinnen, bei denen die Parodontitis-Behandlung zum Erfolg geführt hatte (49 Frauen), profitierten jedoch von der Behandlung. Unter ihnen erlitten nur 8 Prozent eine Frühgeburt, gegenüber 62 Prozent der Frauen mit bestehenden Zahnfleischproblemen. Die Studienautoren sind von dem deutlichen Effekt einer zahnmedizinischen Sanierung überrascht und betonen zugleich, dass die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigt werden müssen. Nach ihrer Ansicht zeigt die Untersuchung einerseits, dass eine Therapie der Parodontitis offenbar nur selten während einer Schwangerschaft gelingt. Andererseits ist sie jedoch möglich und reduziert in der Folge das Frühgeburtsrisiko deutlich. Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1471-0528.2010.02713.x/abstract Quelle: Deutsches Ärzteblatt Weitere Meldungen zum Thema:
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