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15.11.2010

Lebensumstände und Lebensstil der Mutter prägen Babys

Ein Kind wird bereits vor seiner Geburt erheblich durch die Lebensumstände seiner Mutter geprägt. Vor allem die Ernährung und der mentale Zustand einer schwangeren Frau haben große Auswirkungen auf die Krankheitsanfälligkeit eines Neugeborenen. So könne etwa zu viel Insulin während einer Schwangerschaft zu einer lebenslang gestörten Stoffwechselregulation beim Kind führen, erklärten Mediziner beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in München.

Die Forschungsergebnisse eröffneten völlig neue Möglichkeiten, um Volkskrankheiten wie Diabetes, Schlaganfällen, Bluthochdruck oder Herzinfarkten vorzubeugen, sagte der Jenaer Geburtsmediziner Ekkehard Schleußner. „Wir können die spätere Gesundheit von Kindern mit vorgeburtlichen Risikofaktoren beeinflussen." Damit seien Frauenärzte auch Weichensteller für die Gesundheit zukünftiger Generationen.

Die sogenannte „fetale Programmierung" rückt erst seit wenigen Jahren vermehrt in den Fokus der Forschung. Gefährlich für das Kind sei nach neuesten Erkenntnissen beispielsweise auch eine nicht erkannte Schwangerschaftsdiabetes, die zu den häufigsten Erkrankungen bei werdenden Müttern zählt. Die Kinder seien dann im Jugend- und Erwachsenenalter verstärkt gefährdet, an Diabetes zu erkranken.



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